Neubau für BMZ in Berlin

Entwicklungsminister Gerd Müller bekennt sich zu Bonn

Entwicklungsminister Gerd Müller fordert mehr für die Entwicklung der afrikanischen Staaten zu tun.

Entwicklungsminister Gerd Müller.

Bonn/Berlin. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung schafft in Berlin Platz für 1400 Mitarbeiter. Steht ein Komplettumzug von Bonn in die Hauptstadt bevor? Dazu hat sich jetzt Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) geäußert.

Trotz eines geplanten Neubaus in Berlin steht Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) zu seinem ersten Dienstsitz am Rhein. „Das ehemalige Bundeskanzleramt in Bonn ist ein besonderer und hervorragender Arbeitsort für unser Ministerium“, erklärte er am Freitag gegenüber dem General-Anzeiger und bekannte sich ausdrücklich zum Berlin/Bonn-Gesetz. „Der Standort Bonn steht nicht in Frage“, so der Minister. „Im Gegenteil: Ich unterstütze den weiteren Ausbau der internationalen Institutionen und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Bonn.“

In Berlin entsteht Campus 
mit 1400 Arbeitsplätzen

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) plant neben dem Neubau auch die Sanierung des bisher genutzten Bürogebäudes an der Berliner Stresemannstraße. Damit sollen bis zu 1400 Arbeitsplätze in einem „BMZ-Campus“ entstehen, wie aus einem internen Rundschreiben hervorgeht. Offiziell erklärt das BMZ allerdings, die Zahl der Arbeitsplätze stehe noch nicht fest. Das Ministerium hatte mit Stand Dezember 2018 rund 900 Dienstposten (davon 513 in Bonn); 63 neue Stellen kommen in diesem Jahr hinzu.

Der fast 100 Jahre alte, denkmalgeschützte Berliner Dienstsitz müsse kernsaniert und ausgebaut werden, betonte Minister Müller. „Deswegen müssen wir einen Neubau planen. Diesen BMZ-Campus planen wir nachhaltig nach höchsten ökologischen und sozialen Standards. Das bedeutet auch, dass wir zukünftiges Wachstum mit berücksichtigen müssen. Das ist vorausschauend geplant und wirtschaftlich vernünftig.“

Genau nach dieser Logik habe auch das Bundesbildungsministerium in Berlin gebaut, erklärte der Ressortchef. Das Beispiel zeige, dass für zusätzliche Bürokapazitäten schnell Untermieter in Berlin gefunden werden. Müller: „Deswegen ist sicher: Die Lichter am Bonner Dienstsitz werden auch in Zukunft nicht ausgehen.“ Untermieter im deutlich zu großen Berliner Bildungsministerium ist bislang allerdings ebenfalls die Bundesregierung – mit Teilen des Bundeskanzleramtes.