Passantin schlägt Alarm

Entensterben in der Bonner Rheinaue

Eine Ente auf dem Rheinauensee.

Eine Ente auf dem Rheinauensee.

Bonn. Mehrere tote Enten im Bonner Rheinauensee hat eine Passantin in den vergangenen Tagen entdeckt. Die Stadt sucht aktuell nach der Ursache des Entensterbens, die Geflügelpest scheint unwahrscheinlich.

Tote Enten hat eine Passantin in den vergangenen Tagen und Wochen im Rheinauensee und am Ufer entdeckt. Wie der WDR am Dienstabend berichtete, soll es sich um insgesamt zehn verletzte und verendete Tiere handeln. Der Stadt sind aus den vergangenen Tagen nur drei tote Tiere bekannt. Woran sie gestorben sind, sei unklar. „Über die Ursache können wir nur spekulieren,“ sagte Stefanie Zießnitz vom städtischen Presseamt auf GA-Anfrage. Die Symptome könnten auf zwei mögliche Krankheiten hinweisen.

Zum einen könnte die auch als Vogelgrippe bekannte Geflügelpest die Todesfälle erklären. Da jedoch im Großraum Bonn keine ähnlichen Fälle auftraten, hält die Stadt die Pest als Ursache für eher unwahrscheinlich.

Deutlich wahrscheinlicher scheint eine Erkrankung an einer durch Bakterien verursachten Vergiftung. Die könnte durch verdorbenes Futter oder mit Maden versetzte Abfälle ausgelöst worden sein. Das könnte nach wenigen Stunden zu Lähmungen führen. Als einzige Vorbeugungsmaßnahme nennt Zießnitz, keine verdorbenen Abfälle an die Enten zu verfüttern und zudem keine Abfälle im Umkreis ihrer Ruheplätze auszulegen.

Laut WDR hatte sich eine Bonnerin darüber beschwert, wie die Stadt mit ihren Beobachtungen umgegangen sei. Ihrer Meinung nach habe die Verwaltung zu spät auf das Entensterben am See reagiert. Die Stadt argumentiert, dass die Zahl der gefundenen Tiere bis zur vergangenen Woche verhältnismäßig gering gewesen sei. Die neuen Funde würden jedoch Anlass für eine Überprüfung geben. Gewissheit soll nun eine Untersuchung der toten Vögel im Veterinäramt bringen.

Wer tote Vögel findet, kann diese unter Tel. 0228/773333 bei der Stadt melden. Um verletzte Tiere kümmert sich die Feuerwehr nach einem Anruf unter 112.