Martinsmarkt in Endenich

"Ema-Kids" eifern dem heiligen Mann nach

Die „Ema-Kids“ sammeln Spenden für den kleinen Besim, der in der Uni-Kinderklinik auf eine Transplantation wartet.

Die „Ema-Kids“ sammeln Spenden für den kleinen Besim, der in der Uni-Kinderklinik auf eine Transplantation wartet.

Endenich. Beim fünften Martinsmarkt in Endenich sammelten Schüler für den kranken Besim. Mehr als 60 Stände waren mit einem großen Angebot vertreten.

Der große Höhepunkt des fünften Martinsmarktes in der Endenicher Straße war natürlich der Auftritt des Namensgebers am Sonntagnachmittag. Sankt Martin wäre stolz auf die Schüler des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, die dort als „Ema-Kids“ auf der Bühne musizierten und mit der Spendendose Geld sammelten.

Sie helfen damit dem dreijährigen Besim, der in der Unikinderklinik auf eine Nierentransplantation wartet. „Wir haben im General-Anzeiger darüber gelesen“, berichtete Tina (13). „Wir haben Kuchen verkauft und dabei 285 Euro eingenommen, die wir schon an den Bunten Kreis gespendet haben.“

Die Schüler trafen viele spendenwillige Menschen an, denn am Sonntag wurde es richtig voll. Die Leute bedienten sich an den Grill-, Schokoladen-, Fisch- oder Senfständen, probierten Öl oder Essig, machten bei Honig-, Bekleidungs- und Kaffeeverkäufern Halt, unternahmen Kutschfahrten oder knackten bei den „Trini-Kids“ Walnüsse in der Hoffnung auf einen Gewinn: In einige Nüsse hatten Eltern Lose für die Tombola gesteckt. Auf der Bühne boten Schulen und Kindergärten, Tanz- und Musikgruppen gute Unterhaltung.

Laut Martina Werner von der Tabakbörse, die den Markt mit „Einzelstück“-Händlerin Maren Orlowius zum fünften Mal organisiert hatte, waren mehr als 60 Stände aufgebaut – so viele wie nie. Neu dabei war auch Künstler Sebastian Stienen, der am Samstag vor seiner Galerie „Zwo7Zwo“ Kinder zwei Collagen malen ließ. Die versteigerte er am Sonntag, der Erlös ist für die Karl-Simrock-Schule bestimmt.

Werner war vor allem mit dem Samstagabend zufrieden, an dem viele Besucher kamen. Sie ärgerte sich allerdings über die Stadt: Die habe die Endenicher Straße im Marktbereich nicht gereinigt, obwohl sie über die Veranstaltung informiert gewesen sei. Beschwerden gab es laut Werner keine. „Wir haben eine schöne Nachbarschaft.“