"Goldener Spatz"

Elfjähriger Bonner in Medienpreis-Jury

Maxim Elmenhorst ist diese Woche Juror beim Kindermedienpreis „Goldener Spatz“.

Maxim Elmenhorst ist diese Woche Juror beim Kindermedienpreis „Goldener Spatz“.

Bonn. Der elfjährige Maxim Elmenhorst entscheidet mit, wer einen Kindermedienpreis bekommt. Er wurde als Juror für den "Goldenen Spatz" ausgewählt.

Eine Woche lang am Computer sitzen, Internetseiten und Apps durchstöbern, analysieren und nach einem Punktesystem bewerten. So stellte sich Maxim Elmenhorst seine Zeit als Juror beim Kindermedienpreis „Goldener Spatz“ vor. Genaue Instruktionen gab es allerdings erst an Ort und Stelle. Aber die Vorstellung, das wardem Elfjährigen anzusehen, gefiel ihm schon ausgesprochen gut. Außerdem, und wie er das erzählte, grinste er verschmitzt, muss er in dieser Woche nicht zur Schule gehen. Ganz eindeutig ein weiterer Pluspunkt für den jungen Bonner.

Das Deutsche Kinder-Medien-Festival in Gera und Erfurt ist das größte im deutschsprachigen Raum. Herzstück des Festivals ist die Jury, die aus 31 Kindern besteht. Maxim Elmenhorst aus Bonn ist mit vier weiteren Kindern in der Web-Jury. Sie wohnen im Hotel und werden rund um die Uhr betreut. Bei der großen Preisverleihung in Erfurt an diesem Freitag werden dann die Hauptpreise, die „Goldenen Spatzen“, vergeben. Die Wahl muss begründet werden. Viel Verantwortung für die jungen Juroren.

Bewerbung mit Aufsatz über "Minecraft"

Ein Freund hat Maxim auf die Idee gebracht, sich als Jurymitglied zu bewerben. Das hat er dann auch gemacht. Ganz ohne Hilfe, wie die stolzen Eltern bestätigen. „Man musste sich einen Zettel aus dem Internet ausdrucken und dann etwas über seine Lieblingsapp schreiben“, erzählt Maxim. Er hat „Minecraft“ gewählt. Das ist ein so genanntes Open-World-Spiel, bei dem der Spieler Konstruktionen aus zumeist würfelförmigen Blöcken in einer 3-D-Welt baut. Das macht ihm nicht nur viel Spaß, er bespielt damit sogar einen eigenen YouTube-Kanal: Er nimmt sich dabei auf, wie er das Spiel spielt und kommentiert selbst. „YouTuber“, nennt man das. Er sei aber „noch nicht so bekannt“, sagt er und lacht.

In seiner Freizeit spielt Maxim außerdem gerne Jugger. Das ist eine Trendsportart, bei der die Spieler den Spielball, Jugg genannt, so oft wie möglich in das gegnerische Tor bringen müssen. Doch „nur ein Spieler jeder Mannschaft darf den Spielball in die Hand nehmen. Nur er kann versuchen den Ball in das Tor des Gegners zu befördern. Die anderen gehen mit Pompfen (gepolsterte Sportgeräte) gegeneinander vor, um die gegnerische Mannschaft am Punkten zu hindern.“

Maxim kennt sich gut aus mit Jugger. Er spielt bei den Jugger Bonn-Rhein-Sieg – ein Verein, der erst 2016 gegründet wurde. Die Sportart selbst gibt es erst seit einigen Jahren. Ursprung war der dystopische Film „Die Jugger – Kampf der Besten“ von 1989.

Der Elfjährige wird mit seinen Juggern an der deutschen Meisterschaft teilnehmen. Die findet ausgerechnet in Halle statt, direkt nach der Preisverleihung. Für den vielbeschäftigten Elfjährigen geht es also von Erfurt direkt weiter nach Halle, um sein Team als Spieler zu unterstützen.