Auszeichnung für Wissenschaftsladen

Ein Ort des Fortschritts

Ort der Fortschritts: Eine Plakette enthüllen Svenja Schulze (von links), Anke Valentin und Brigitte Peters im Wissenschaftsladen.

Ort der Fortschritts: Eine Plakette enthüllen Svenja Schulze (von links), Anke Valentin und Brigitte Peters im Wissenschaftsladen.

Bonn. Der Wissenschaftsladen Bonn ist als Ort des Fortschritts NRW ausgezeichnet worden. Wissenschaftsministerin Svenja Schulze überreichte die Auszeichnung am Donnerstagnachmittag in der Einrichtung an der Reuterstraße.

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„Mit der Auszeichnung möchten wir den Beitrag würdigen, den der Wissenschaftsladen Bonn seit über 30 Jahren für die Gesellschaft leistet“, sagte Schulze und würdigte insbesondere die erfolgreichen Ziele des Vereins, Brücken zu bauen und eine bessere Kommunikation zu schaffen zwischen der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft.

„Seit mehr als 30 Jahren engagiert sich der Verein dafür, dass Bürger wissenschaftliche Erkenntnisse nutzen und Fortschritt gestalten können“, so Schulze. Brigitte Peter, Geschäftsführerin des Wissenschaftsladens (Wila) Bonn, nahm die Auszeichnung gemeinsam mit dem gesamten Team dankend entgegen: „Der Preis ist uns sehr viel wert, weil er uns in unserem Selbstverständnis trifft. Wir sind ein Ort des Fortschritts. Das ist schon vor 32 Jahren unsere Vision gewesen.“

Der Bonner Preisträger ist eine von 31 auserwählten Einrichtungen unter 144 Bewerbern in NRW, die die Auszeichnung dieses Jahr erhalten. „Die Pioniere des Wandels, der uns bevorsteht, wollen wir auszeichnen und noch sichtbarer machen“, erklärte Schulze die Idee der Auszeichnung „Ort des Fortschritts“. Ziel sei es, den Wissensaustausch auf Augenhöhe nach vorne zu bringen.

Lob für die Arbeit von Wila gab es auch von Professor Maximilian Weigend, Sprecher des BION-Netzwerkes, dem auch der Bonner Verein angehört. „Wila ist ein Vorzeigepartner für uns. Die Arbeit ist innovativ und fortschrittlich“, sagte Weigend.

Die Arbeit des Wila Bonn zeichnet sich durch ein sehr breites Spektrum aus, das in die Fachbereiche „Bürgergesellschaft und Nachhaltigkeit“, „Arbeitsmarkt und Ausbildung“ sowie „Gesundheit und Verbraucherschutz“ eingeteilt werden kann. Primäres Ziel des 1984 gegründeten Vereins, dem heute rund 35 feste Mitarbeiter angehören, ist es, Wissen zu vermitteln und Bürger handlungsfähig zu machen. „Wir engagieren uns da, wo wir gesellschaftliche Herausforderungen sehen. Wir wollen dahin, wo es noch Dinge zu klären gibt “, sagte Peter.

Die Themen, denen sich Wila Bonn annimmt, sind dabei enorm vielfältig und reichen vom Klimawandel über Ernährung und biologische Vielfalt bis hin zum Arbeitsmarkt. Auch die Angebote sind im Wissenschaftsladen decken eine breite Palette ab: von Planspielen für Jugendliche bis zur Moderation von Prozessen für Kreise und Städte. „Wir möchten Wissen vermitteln, aber auch Handlungsoptionen“, sagte Peter.