Konzert im Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium

Edwin Hawkins singt "Oh Happy Day"

"Oh Happy Day" machte
den Sänger und Komponisten Edwin Hawkins auf der ganzen Welt berühmt. FOTO: WAY OF JOY

"Oh Happy Day" machte den Sänger und Komponisten Edwin Hawkins auf der ganzen Welt berühmt.

BONN. Der Bonner Chor "Wave of Joy" nennt das Konzert schon jetzt "unser Highlight des Jahres". Und auch das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (EMA) dürfte selten einen solchen Weltstar in seiner Aula begrüßen können.

Am Freitag, 29. Mai, tritt einer der international größten Gospelsänger mit der Bonner "Welle der Freude" auf: Edwin Hawkins, der Mann, der 1968 mit seinem Hit "Oh Happy Day" mit einem Schlag weltberühmt wurde.

"Der Kontakt zu Mr. Hawkins entstand über unsere Chorleiterin Angelika Rehaag, die seit Jahren mit ihren Chören in die USA reist, um dort den Spirit der Black Gospel Musik zu spüren", erläutert die Vorsitzende Anette Viebahn. Auf einer der Reisen sei sie dem Maestro begegnet. "Sie hat bereits mehrfach mit ihm gearbeitet, unter anderem beim Krefelder Gospelfestival." Im Oktober 2008 hat Hawkins dann mit Wave of Joy in der Matthäikirche gesungen. "Für alle ein großartiges Erlebnis", schwärmt Viebahn im Rückblick.

Als der 1943 in Oakland geborene Edwin Hawkins mit seinen gleichnamigen "Singers" 1968 das danach so berühmte "Oh Happy Day" aufnahm, konnte der Sänger und Komponist nicht ahnen, dass damit eine neue Zeitrechnung der modernen amerikanischen Gospel-Musik beginnen sollte.

Seinen Refrain vom glücklichen Tag beantworteten seine Sängerinnen so eindringlich damit, dass Jesus den Menschen alle ihre Sünden wegwaschen würde, dass aus den anfangs gepressten 500 Schallplatten flugs ein paar mehr werden mussten: Ein Underground-Radiosender in San Francisco hatte begonnen, "Oh Happy Day" auszustrahlen. Andere spürten ebenfalls dieses Neue im Stil und zogen nach - und plötzlich bestellten die Musikvertriebe unaufhörlich Platten.

Der Kalifornier hatte in seinen Song so viel Soul hineingemischt und damit den traditionellen Gospel spektakulär entstaubt. Bald nannte man den Hawkins-Stil zeitgenössischen Gospel, und der eroberte die Hitparaden. Auf einmal wollten alle diesen Hawkins und seinen stimmgewaltigen Chor. Mehr als acht Millionen Happy-Day-Singles gingen danach über den Ladentisch.

Jahrelang konnte der heute 71-Jährige mit seinen "Edwin Hawkins Singers" durch die Welt touren und vier Grammy Awards einfahren, auch für Songs wie "Every Man Wants to Be Free", "Wonderful" und "If You Love Me". Seit den späten 1980er Jahren ist Hawkins besonders in Europa und Südostasien unterwegs und gibt auch Seminare. Schwungvolle, berührende Gospelmusik voller Rhythmus und Gefühl ist also beim Konzert im EMA zu erwarten.

Der Gospelchor "The Gospel Family of Christ" aus Krefeld wird ebenfalls mitwirken. Das Konzert wird von Lukasz Flakus am Piano begleitet. Dazu kommen Dominic Brosowski an den Drums, der Konzerte mit der WDR Big Band bestreitet, und Robert Schulenburg am Bass, einem Studenten der Folkwang Universität Essen, der schon mit diversen Größen aus der Gospelszene aufgetreten ist.

Karten für das Konzert am Freitag, 29. Mai, ab 20 Uhr im EMA, Endenicher Allee 1, gibt es für 16,50 Euro in den Bonnticket-Shops der GA-Zweigstellen. Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt.