Bürgerdialog Hardtberg

Duisdorfer wollen öffentliche Klos

In der Duisdorfer Fußgängerzone fehlen öffentliche Toiletten, meinen die Bürger auf dem Hardtberg.

In der Duisdorfer Fußgängerzone fehlen öffentliche Toiletten, meinen die Bürger auf dem Hardtberg.

Hardtberg/Bonn. Der Bürgerdialog zu den Bezirksbudgets ist beendet. Die Stadt hat jetzt die Bestenliste für die einzelnen Stadtbezirke im Internet veröffentlicht.

Das Abstimmungsverfahren für den ersten Bürgerhaushalt der Stadt Bonn ist beendet, die Ergebnisse liegen jetzt vor. Im Stadtbezirk Bonn steht auf Platz 1 die Ausweisung der gesamten Innenstadt als Tempo-30-Zone, im Stadtbezirk Hardtberg das gemeinsame Gärtnern auf städtischen Ackerflächen. Der Bürgerdialog war im Mai gestartet worden, und die Bürger konnten seitdem erstmals über die Verwendung eines Bürgerbudgets in Höhe von insgesamt 220.000 Euro abstimmen, das nach Anzahl der Einwohner auf die vier Stadtbezirke aufgeteilt wird.

Im Stadtbezirk Bonn sind dies 102.406 Euro, in Bad Godesberg 49.589 Euro, in Beuel 45.195 Euro und im Stadtbezirk Hardtberg 22.810 Euro, mit denen die Bürger die Chance bekommen, eigene Wünsche und Vorstellungen in ihrem eigenen Stadtbezirk zu verwirklichen.

Mit der finalen Abstimmung endet die dritte und letzte Phase des Beteiligungsprozesses. Die Bestenlisten mit den von den Bürgern favorisierten Vorschlägen stehen nun fest und werden im Rahmen der Haushaltsberatungen dem Stadtrat vorgelegt. Mit der Verabschiedung des Haushalts 2019/2020 wird der Rat unter vorheriger Beteiligung der Bezirksvertretungen über die Umsetzung der Vorschläge entscheiden.

Das ist die Bestenliste für den Stadtbezirk Bonn:

Platz 1: Ausweisung der gesamten Innenstadt als Tempo-30-Zone, was der Stadtverwaltung zufolge aber gemäß Straßenverkehrsordnung unzulässig ist.

Platz 2: Schaffung von weiteren Wildblumen- und Streuobstwiesen im Rheinauenpark

Platz 3: Wiederbeleben des Festivals R(h)einkultur. Die Stadt führt indes aus, dass das nicht möglich sei, weil das Festival privat organisiert und finanziert worden sei und die Stadt nicht die Rolle des Veranstalters übernehmen könne.

Platz 4: Das Parkproblem in der Marienburger Straße lösen, wo wenig Platz ist und viele Autofahrer weit zu ihren Fahrzeugen laufen müssen. Auch hier winkt die Stadt aber ab, einen großen Parkplatz zu bauen. Es gebe auch keine Grundstücke dafür.

Platz 5: Mit dem Geld sollten die Lebensbedingungen der Bienen verbessert werden, durch Anbau von Wildpflanzen.

Weitere Vorschläge auf den nächsten Plätzen: Freischneiden von zugewachsenen Radwegen, die Freibäder bei schönem Wetter früher öffnen und schließen, mehr Fahrradständer am Hauptbahnhof einrichten, die Integration von Flüchtlingen verbessern.

Die Bestenliste für den Stadtbezirk Hardtberg:

Platz 1: Gemeinsames Gärtnern auf Ackerflächen, die die Stadt anmietet und den Bürgern zur Verfügung stellt

Platz 2: Sanierung des Raumes unter der Schmitthalle in Duisdorf mit Erneuerung der Küchenzeile. Laut Stadt wäre das für unter 10 000 Euro möglich.

Platz 3: Ausbau der OGS-Plätze, was laut Stadt bereits in Vorbereitung ist.

Platz 4: Bau von zwei festen Grillplätzen im Derletal. Wie die Stadtverwaltung dazu ausführt, würden die Plätze rund 10 000 Euro kosten.

Platz 5: Einrichtung einer öffentlichen Toilette in der Fußgängerzone Duisdorf.

Weitere Vorschläge auf den nächsten Plätzen: Ausstattung der Busse zum Brüser Berg mit Fahrradträgern oder -anhängern. Einrichtung einer Querungshilfe für Schulkinder an der Straße „An der Haeschmar“, Herrichtung des dortigen Verbindungswegs zum Hasenweg, Austausch der Straßenbeleuchtung gegen Energiesparlampen.