Vorfall in Tannenbusch

Dritter Tatverdächtiger stellt sich nach Silvesterraketen-Angriff

Das Video zeigt den Gebäudekomplex des Tannenbusch-Centers, aufgenommen aus einem Fenster der gegenüberliegenden Hochhäuser.

Ein Verdächtiger wurde nach dem Abschuss von Silvester-Raketen aus einem fahrenden Auto vorläufig festgenommen.

Bonn. Die Bonner Polizei hat nach dem Angriff mit Knallkörpern am Tannenbusch-Center drei Tatverdächtige ermittelt. Der dritte Verdächtige, ein 19-Jähriger, hat sich nun der Polizei gestellt.

Nachdem drei Tage vor Silvester Unbekannte in Tannenbusch Feuerwerkskörper aus einem fahrenden Auto heraus geschossen haben, hat die Polizei Bonn am Donnerstag drei Tatverdächtige ermittelt. Der dritte Tatverdächtige hat sich nun auch der Polizei gestellt. Der 19-Jährige habe sich mit einem Anwalt im Polizeipräsidium gemeldet, sagte am Freitag ein Sprecher der Bonner Polizei.

Bei der Durchsuchung von zwei Wohnungen in Buschdorf und Beuel in den frühen Morgenstunden sei ein 23-Jähriger festgenommen worden. Der Mann habe während seiner Vernehmung keine Angaben zum Sachverhalt gemacht. Wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage sagte, sei die Person inzwischen wieder freigelassen worden.

Gegen ihn, einen weiteren 23-Jährigen und den 19-Jährigen Anmieter des Mietwagens werde wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.

Der Polizei sind bisher noch keine Anzeigen oder Meldungen über Verletzte durch diesen Vorfall bekannt. Die Ermittlungen laufen noch. Ein Jugendlicher hatte die Tat am Tannenbusch-Center von einem gegenüberliegenden Hochhaus aus gefilmt und die Szene im Internet veröffentlicht.

Bislang haben sich laut Polizei weder Zeugen noch Geschädigte des Vorfalls bei der Polizei gemeldet. Diese bittet um Hinweise an 0228/150.

Jugendlicher beschießt Autos auf A44 mit Feuerwerk

In Bochum soll ein 17-Jähriger aus einem fahrenden Auto heraus andere Fahrzeuge mit Leuchtkugeln beschossen haben. Die Polizei sprach am Freitag von einer „lebensgefährlichen Aktion“: Einige Wagen wurden demnach von den quer über die Fahrbahn fliegenden Leuchtkugeln getroffen, andere Autofahrer mussten durch die funkensprühenden Feuerwerkskörper hindurchfahren.

Ein Mannschaftswagen der Bochumer Bereitschaftspolizei, der am Mittwoch zufällig hinter dem Tatwagen fuhr, stoppte das Auto. In dem Wagen saßen fünf 17- bis 19-Jährige aus Hagen. An den Händen und an der Kleidung des mutmaßlichen Schützen seien Rußspuren gewesen. Eine Strafanzeige wurde gestellt. Verletzte gab es den Angaben zufolge keine. Ob Autos beschädigt wurden, war zunächst klar.