Gewässer in Bonn

Doch Schwäne in der Rheinaue verendet

Einer der im Dezember verstorbenen Schwäne.

Einer der im Dezember verstorbenen Schwäne.

Bonn. Anders als zunächst von der Stadt kommuniziert, sind im Dezember doch Schwäne in der Rheinaue verendet. Dies gab das Presseamt diese Woche bekannt.

Die Stadt Bonn korrigiert ihre Aussage zu toten Schwänen in der Rheinaue. Auch im Dezember sind dort drei Wasservögel verendet. Das Presseamt hatte diese Woche erklärt, zuletzt seien im Oktober im Bereich des Sees Tiere gestorben. „Das ist einfach unglaublich“, sagt GA-Leser Theo Edeler, der sich regelmäßig um die Schwäne in der Rheinaue kümmert und dabei war, als die Vögel an die Tierrettung der Feuerwehr übergeben wurden. Edeler hatte sich als Zeuge gemeldet, woraufhin das Presseamt am Freitag seine Auskunft revidierte. Als Ursache gibt ein Sprecher an, dass die Feuerwehr nach der GA-Anfrage zunächst nicht eingebunden worden sei.

Theo Edeler rief im Dezember zweimal die Tierrettung, die auch anrückte. Am 23. Dezember seien zwei „apathisch daliegende Schwäne aufgenommen und in die Wildvogelauffangstation in Mayen-Kirchwald“ gebracht worden. Am 30. Dezember sichtete er einen verletzten und „augenscheinlich entkräfteten“ jungen Schwan auf dem Gewässer an der Vogelinsel. Er wurde erst zu einem Tierarzt und später in die Tierklinik nach Mayen gebracht.

Alle Schwäne verendeten binnen weniger Tage oder wurden wegen ihrer Leiden – sie drohten zu ersticken – eingeschläfert. Ob sie an Botulismus erkrankt waren, sei nicht untersucht worden, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Symptome, zu denen auch Lähmungen gehörten, sollen laut der Auffangstation und Tierklinik allerdings auf Botulismus hingewiesen haben. Die Diagnose gilt als schwierig, da das Gift nur in einem sehr kurzen Zeitraum nachweisbar ist.