Beethovenhalle

Disput um Millionen des Bundes

BONN. Die CDU hat am Montag die beiden Bonner Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber (SPD) und Katja Dörner (Grüne) kritisiert, sie hätten in der Öffentlichkeit falsche Vorwürfe gegenüber Oberbürgermeister Ashok Sridharan (CDU) erhoben.

Kelber und Dörner hatten kritisiert, die Stadt Bonn hätte bei früherer Entscheidung über die Sanierung der Beethovenhalle Bundesmittel abrufen können.

"Einen Oberbürgermeister, der gerade einmal sechs Wochen im Amt ist, für vermeintliche Versäumnisse verantwortlich zu machen, ist ein Possenspiel, das man nicht ernst nehmen kann. Dies ist vielmehr seinem Vorgänger zuzuschreiben, der sechs Jahre im Amt war", so CDU-Kreisvorsitzender Christos Katzidis.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Claudia Lücking-Michel erklärte: "Der Bund hatte nie die Absicht, die Sanierung der Beethovenhalle zu finanzieren." Die Verwendung der vom Bund zugesagten 39 Millionen Euro seien zweckgebunden für die Betreiberstiftung des Festspielhauses gewesen. Eine Umwidmung sei nie beabsichtigt gewesen. "Kelber und Dörner betreiben reine Augenwischerei", so Katzidis.

"Die Verantwortung hatten natürlich die Haushälter. Mir sind da sowohl von den CDU-Fraktionskollegen wie auch von der SPD keine Stimmen bekannt, die sich für eine Umwidmung ausgesprochen hätten", so Lücking-Michel.