Einkaufen in der City

Diese Geschäfte öffnen bald in Bonn

Bonn. Auch nach Weihnachten sind die Geschäfte in Bonn voll. Das liegt auch an einem Trend bei den Weihnachtsgeschenken. Zudem sind einige leerstehende Ladenlokale wieder vermietet.

So voll wie kurz vor Weihnachten waren auch nach den Festtagen die Geschäfte in der Bonner Innenstadt. Mit einem Ansturm rechnen die Kaufleute vor allem auch noch einmal an diesem Samstag. Als wahre Verkaufsschlager erweisen sich Gutscheine, die viele Menschen unter dem Weihnachtsbaum vorgefunden haben.

Und es werden immer mehr, die ihren Lieben mit einem Gutschein eine Freude machen wollen, weiß Jannis Vassiliou. Der Vorsitzende des Einzelhandelsverbands Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen hat sich unter den Kollegen umgehört und erfahren, dass der Trend immer mehr zu Gutscheingeschenken geht. „Ganz oben an stehen Gutscheine für Parfümerieartikel“, sagt Vassiliou, der selbst als Juwelier in der Sternstraße ansässig ist. Natürlich tauschten auch wieder viele ihre Geschenke um: „Da ist die Entwicklung aber konstant“, hat Vassiliou erfahren.

Karina Kröber vom Verein City Marketing hat zudem gehört, dass der sogenannte City-Taler – ein Zehn-Euro-Gutschein – sich unter der Kundschaft ebenfalls großer Beliebtheit erfreut. Der Gutschein wurde vor sieben Jahren eingeführt und kann bei City-Marketing selbst oder in der GA-Geschäftsstelle am Bottlerplatz erworben werden. Den Gutschein nehmen viele Geschäfte der Bonner Innenstadt an. Wo, das erfahren die Kunden auf der Webseite von City-Marketing. Hier bittet Kröber allerdings um etwas Geduld: „Wir überarbeiten die Seite gerade, da sich ja in der Innenstadt wieder einiges an Läden verändert hat und noch verändern wird.“

American Vintage und Mey eröffnen Läden in Bonn

Das ist in der Tat so: Das seit Sommer leerstehende Ladenlokal am Neutor, in dem das 1848 in Bonn gegründete Lederwarengeschäft Schugt beheimatet war, ist wieder vermietet. Innen wird tüchtig umgebaut, wie ein Blick in das Geschäft verrät. Wer der neue Mieter sein wird, das war allerdings noch nicht zu erfahren.

Wieder vermietet ist auch das Ladenlokal an der Oxfordstraße/Ecke Bonngasse, wie an den Schildern auf den Schaufenstern deutlich zu lesen ist. Mehr als 20 Jahre lang hat dort das Möbelgeschäft Ligne Roset schicke Designermöbel verkauft. Weil das Haus verkauft worden war, musste Lignet Roset ausziehen. Wer der neue Mieter ist, das konnte ein Mitarbeiter des zuständigen Maklerbüros R. Dieter Limbach noch nicht sagen. „Dazu bin ich derzeit noch nicht befugt.“

Mit großflächiger Werbung macht dagegen der neue Mieter des Ladenlokals an der Bonngasse nahe der Sternstraße auf sich aufmerksam: Wo einst Herrenmode angepriesen wurde, werden sich ab April auch die Damen die Klinke in die Hand geben: Das Unternehmen „mey“ mit Sitz in Albstadt eröffnet einen Store für Damen- und Herrenwäsche. Quasi nahtlos ineinander übergegangen ist der Wechsel von der Modeboutique Wunderhaus zum Store „American Vintage“ am Remigiusplatz – gleich neben Samen Schmitz.

Angeboten werden vor allem Textilien aus einer besonders bearbeiteten Baumwolle. Veränderungen bahnen sich auch in der Gangolfstraße an. Gegenüber vom Puppenkönig wird demnächst ein größeres Ladenlokal frei, in dem derzeit noch die Billigkette „Inferno“ Mieter ist. Dem Vernehmen nach soll dort ein Gastronomiebetrieb einziehen. Immer mehr in den Dornröschenschlaf scheint dagegen ein großer Teil der Kaiserpassage zu fallen, wo viele Ladenlokale seit Langem leerstehen.

Übrigens: Wem ein Weihnachtsgeschenk nicht so gut gefällt, kann es dem Oxfam-Shop an der Oxfordstraße 12 bis 16 spenden. Die Mitarbeiterinnen, die dort allesamt ehrenamtlich tätig sind, verkaufen die ungeliebten Präsente weiter. Der Erlös ist für Projekte in der Dritten Welt bestimmt. Eine Aktion, die Oxfam bundesweit durchführt.