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Diese Angebote für Carsharing gibt es in Bonn

Carsharing wird immer beliebter. Auch in Bonn gibt es inzwischen Peer-to-peer-Plattformen wie Drivy.

Carsharing wird immer beliebter. Auch in Bonn gibt es inzwischen Peer-to-peer-Plattformen wie Drivy.

Bonn. Immer mehr Menschen nutzen Carsharing, statt sich ein eigenes Auto anzuschaffen. Auch in Bonn wächst die Zahl der Anbieter und der Nutzer stetig. Ein Überblick.

116 Carsharing-Fahrzeuge gab es im Jahr 2017 nach Informationen des Carsharing-Bundesverbandes in Bonn. Damit kommen auf 1000 Einwohner 0,36 Fahrzeuge. Bonn liegt im Ranking der rein stationsbasierten Anbieter im deutschen Vergleich auf Platz 30. Zum Vergleich: Köln ist auf Platz 17, Troisdorf auf Platz 48. 2018 tut sich jedoch einiges auf dem Bonner Carsharing-Markt: Anbieter von Was beim privaten Carsharing zu beachten ist, also privat organisierter Autovermietung, drängen auf den Markt und machen den klassischen Angeboten Konkurrenz. Ein Überblick über die Carsharing-Organisationen in Bonn.

Beim Carsharing kann das Auto oft per App gefunden und sogar entriegelt werden.

 

Anbieterbasiertes Carsharing

1 Scouter

Was steckt dahinter? Scouter ist ein mittelständisches Unternehmen, das seit 2011 existiert und in insgesamt sieben Städten Carsharing anbietet. Die Firma zählt nach eigenen Angaben rund 6000 Kunden und verfügt über 235 Autos, davon sechs Elektrofahrzeuge. Scouter wirbt vor allem mit Einfachheit, Transparenz und Umweltfreundlichkeit. 2017 hat das Unternehmen seine Flotte und Stationen deutlich ausgebaut. Die meisten Buchungen pro Nutzer gab es im Städtevergleich übrigens in Bonn. Hier hat Scouter etwa 760 Kunden.

Wie funktioniert es? Die Autos können nach einmaliger Registrierung auf der Homepage, per App oder telefonisch kostenlos gebucht werden, mit persönlichem Ansprechpartner am Telefon kostet die Buchung 1,50 Euro. Für die Fahrt wird die gebuchte Zeit gezahlt, Kraftstoff ist im Preis enthalten. Hinzu kommt der Kilometerpreis.

Was kostet es? Zwischen 7 und 24 Uhr betragen die Stundenpreise einen bis vier Euro je nach Fahrzeugklasse, von Mitternacht bis sieben Uhr morgens sind es jeweils 50 Cent. Die Wochenpreise belaufen sich auf 100 bis 200 Euro. Die Kilometerpauschale beträgt je 29 Cent bis 100 Kilometer und weiter aufwärts 22 Cent pro Kilometer. Es gibt eine sechsmonatige Kennenlernphase, in der der Monatspreis wegfällt. Danach beträgt er regulär 5 Euro. Außerdem gibt es für Studierende, Familien sowie Besitzer von ÖPNV-Abos oder einer Bahncard Ermäßigungen.

Was wird in Bonn angeboten? Zum Jahresende standen bei Scouter Ende 2017 an 23 Stationen 43 Fahrzeuge zu Verfügung. Zehn verschiedene Modelle werden angeboten. Seit Anfang 2017 kann auch ein Transporter, etwa für Umzüge, genutzt werden. Eine Besonderheit in Bonn: Hier bietet Scouter neben dem stationsbasierten Carsharing auch Quartiers-Carsharing, eine Variante des Freefloating-Prinzips, an. In der Süd- und Weststadt stehen viele kleinere, typgleiche Autos zur Verfügung, die aber jeweils keinen festen Standort haben. Erst kurz vor Fahrtbeginn wird dem Kunden das nächststehende Auto zugeteilt. Im Februar 2018 wurde das Quartiert um zwei neue Stationen in Kessenich und im Musikerviertel ergänzt.

 

2 StattAuto

Was steckt dahinter? StattAuto ist der deutsche Carsharing-Pionier und aus der Umweltbewegung der 1980er Jahre hervorgegangen. Auch heute sieht sich das Unternehmen dem ökologischen Leitgedanken verpflichtet. StattAuto ist in Bonn und Detmold präsent.

Wie funktioniert es? StattAuto-Fahrzeuge können telefonisch, online oder per App reserviert und stunden-, tage- oder wochenweise gebucht werden. Die Fahrzeuge stehen auf reservierten Parkplätzen und können mit einem persönlichen Schlüssel oder einer Karte geöffnet werden.

Was kostet es? Die Anmeldegebühr beträgt 30 Euro, für Studierende fällt sie weg. Die Jahresgrundgebühr beträgt zwischen 24 und 120 Euro. Hinzu kommen gegebenenfalls Sicherheitspakete. Es gibt Start-, Basis-, Business- und Studi-Tarife. Im Basistarif kostet ein Auto je nach Klasse 1,50 bis 3 Euro pro Stunde beziehungsweise 20 bis 33 Euro pro Tag und 119 bis 195 Euro pro Woche. Hinzu kommt jeweils eine Kilometerpauschale. Ein e-Mobil gibt es für einen Euro pro Stunde und 19 Euro pro Woche.

Was wird in Bonn angeboten? In Bonn verfügt StattAuto über 18 Stationen. Es werden Fahrzeuge aus vier Klassen vom Kleinwagen bis zum Van angeboten.

3 Cambio

Was steckt dahinter? Das Unternehmen Cambio wurde im Jahr 2000 als Zusammenschluss der Carsharing-Unternehmen "StadtteilAuto Aachen", "StadtAuto Bremen" und "StattAuto Köln" gegründet. Es stellt als Holding in einem franchise-ähnlichen Angebot lokalen Anbietern die nötigen Dienstleistungen zum Betreiben von Carsharing zur Verfügung. Cambio ist in 21 deutschen und 39 belgischen Städten mit fast 1000 Stationen präsent. Annähernd 100.000 Kunden sind mit mehr als 2800 Fahrzeugen unterwegs.

Wie funktioniert es? Die Buchung erfolgt telefonisch, über die Webseite oder die App. Die Fahrzeuge stehen auf reservierten Parkplätzen. An den Schlüssel gelangt der Kunde mit Hilfe einer Karte und eines PIN-Codes.

Was kostet es? Die Anmeldegebühr beträgt 30 Euro. Es gibt die Tarife Campus, Basis, Start, Aktiv und Comfort. Je nach Tarif fällt die monatliche Grundgebühr unterschiedlich hoch aus, im Campus- und Basistarif gibt es keine. Die Zeitpreise haben vier unterschiedliche Klassen von 1,10 Euro (XS) bis 4,90 Euro (L). Pro Tag variieren die Preise zwischen 21 und 49 Euro, pro Woche zwischen 147 und 343 Euro. Hinzu kommt jeweils der Kilometerpreis. Besitzer eines VRS-eTickets erhalten Ermäßigungen.

Was wird in Bonn angeboten? 20 Cambio-Stationen gibt es in Bonn. Es werden Fahrzeuge aus vier Klasse von XS (Toyota Aygo) bis L (Ford Transporter) angeboten.

4 Flinkster

Was steckt dahinter? Flinkster ist der Carsharing-Dienst der Deutschen Bahn. In über 400 deutschen Städten verfügt das Netzwerk, das mit rund 30 Partnern arbeitet, über mehr als 4000 Fahrzeuge an mehr als 2500 Stationen.

Wie funktioniert es? Nach der Registrierung und Führerschein-Legitimation können per Web, App oder Hotline Flinkster-Fahrzeuge in der Nähe gebucht werden. Geöffnet wird das Fahrzeug per Smartphone, Apple-Watch-App oder Kundenkarte, der Fahrzeugschlüssel liegt im Handschuhfach.

Was kostet es? Für Bahncard-Kunden ist die Anmeldung kostenlos. Ansonsten kostet sie 29 Euro. Die Kundenkarte kostet 5 Euro, die Führerscheinprüfung im Shop 20 Euro, per Video ist sie kostenlos. Der Stundenpreis von 22 bis 8 Uhr beträgt 1,50 Euro, von 8 bis 22 Uhr 2,30 Euro. Der Tagespreis beträgt 39, ab dem zweiten Tag 29 Euro. Die Verbrauchspauschale für Kraftstoff oder Strom beträgt 18 Cent pro Kilometer.

Was wird in Bonn angeboten? In Bonn gibt es 24 Flinkster-Stationen.