Festival aus Bonn

Die Rockaue ist wohl endgültig Geschichte

Rockaue: Konzert von Jennifer Rostock bei der Festivalpremiere im Juli 2015

Rockaue: Konzert von Jennifer Rostock bei der Festivalpremiere im Juli 2015

Bonn. Die Rockaue ist aus Sicht des Insolvenzverwalters Andreas Schulte-Beckhausen wohl endgültig Geschichte. „Der Geschäftsbetrieb ist eingestellt“, sagte er dem GA.

"Ich habe sehr bewundert, wie die Initiatoren mit viel Idealismus und praktisch ehrenamtlich das Festival gestemmt haben. Aber am Ende hatten die Besucherzahlen so stark nachgelassen und die Verbindlichkeiten waren so hoch, dass eine Fortführung der Geschäfte nicht mehr möglich war“, so der Insolvenzverwalters Andreas Schulte-Beckhausen.

Konkrete Zahlen nannte er nicht – nur soviel: Da es sich bei der Rockaue nicht um eine „klassische Firma“ handele, könne hier auch keine sogenannte übertragende Sanierung greifen. Das heißt: Nach dem Insolvenzrecht würden vorhandene Vermögensgegenstände verkauft und gesunde Teile eines Unternehmens in eine neue Gesellschaft übertragen. „Die haben ja teilweise von zu Hause gearbeitet“, so der Bonner Rechtsanwalt. „Das Vermögen“ der Geschäftsführer und Gesellschafter seien sozusagen ihre Netzwerke und ihr Know-how in der Musikbranche gewesen.

Wie berichtet, haben die Veranstalter der Rockaue bereits kurz nach dem wenig erfolgreichen Festival am 8. Juli 2017 beim Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt. Die Geschäftsführer Maria Hülsmann und Daniel Ganser hatten die Frage nach der Zukunft der Rockaue gegenüber Medien bis zuletzt offengelassen.