Entkerntes Haus ist bald bezugsfertig

Die "Röttgener 15" sind verkauft

Es dauert nicht mehr lange, bis die ersten Bewohner Auf dem Kirchweg einziehen.

RÖTTGEN. Während im Baugebiet Am Hölder erst noch Häuser entstehen, werden in direkter Nachbarschaft bereits Wohnungen bezogen. Bei dem Mehrfamilienhaus an der kleinen Straße Auf dem Kirchweg handelt es sich zwar nicht um einen Neubau, allerdings wurde es komplett saniert und damit ist es so gut wie neu. Die ersten Bewohner werden nun am 5. Juli einziehen.

Die drei aneinandergebauten Häuser mit 15 Wohnungen wurden 1958 gebaut, teilt Rolf Ludwig Becker, Geschäftsführer von "Becker Immobilien KölnBonn" aus der Südstadt, mit. Damals war das Dachgeschoss nur zur Hälfte ausgebaut, jetzt nach der Renovierung ist es bedeutend größer. 2012 stand der Komplex zum Verkauf, die KWI Immobilienhandel & Generalübernehmer GmbH aus Zülpich erwarb es.

"Die meisten Wohnungen waren da schon leer", sagt Becker. Vor allem sozial schwache Röttgener hätten dort gewohnt. Es blieb bei der Sanierung ab Sommer 2013 kaum ein Stein auf dem anderen: "Selbst der Innenputz wurde aufgeschlagen", sagt Becker, der das Projekt von Anfang an begleitet hat und auf die Ausstattung und den Zuschnitt der künftig wieder 15 Wohnungen Einfluss genommen hat. Es gab neue Kanalanschlüsse, ein neuer Dachstuhl wurde aufgesetzt. Heizung, Fenster und Estrich wurden ersetzt.

So sind nun 15 Eigentumswohnungen mit einer Gesamtfläche von rund 1000 Qua-dratmetern entstanden, woraus sich der Name "Die Röttgener 15" ableitet. Innerhalb von neun Tagen seien sie alle verkauft gewesen, sagt Becker.

Jedes der drei Mehrfamilienhäuser verfügt im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss jeweils über zwei große Zweizimmerwohnungen von 56 Quadratmetern. Darüber hinaus gibt es in jedem der drei Häuser eine etwa 109 Quadratmeter große Dachgeschosswohnung. Überall gibt es Balkone, im Dachgeschoss noch Terrassen und im Erdgeschoss 70 Quadratmeter große Gärten. Es werden 15 Stellplätze auf dem Grundstück angelegt.

Zu Beckers Projekten gehört auch der Bau der Stadtvillen an der Fridtjof-Nansen-Straße, wo ab Ende Juni zehn Wohnungen entstehen. Nicht weit entfernt, am Melbweg 1, wird ab Mitte August eine Villa von 1903 umgebaut. "Die Fassade bleibt", sagt Becker. In die sogenannte Villa Pirandello kommen 14 Wohnungen. Bei dem Namen handele es sich um einen Dichter aus Bonn, der über das Melbtal geschrieben habe. Das Sebastianhaus an der Poppelsdorfer Sebastianstraße mit insgesamt 18 Eigentumswohnungen wird laut Becker am 1. Oktober bezugsfertig sein. Die Baustellenampel davor, die die Sebastianstraße seit Monaten zum Nadelöhr macht, komme Ende Juli weg.