Verkehrsführung in der Region

Die Nordbrücke in Bonn wird abgerissen

Die Friedrich-Ebert-Brücke im Norden Bonns ist in die Jahre gekommen und wird voraussichtlich in zehn Jahren ersetzt.

Bonn. Die Nordbrücke in Bonn soll weichen. Ab 2028 soll dort ein neues Bauwerk entstehen. Die Vorbereitungen zur Erneuerung des „Tausendfüßlers“ auf der A 565 zwischen Endenicher Ei und Autobahnkreuz Bonn-Nord beginnen in Kürze.

Die Bonner Nordbrücke wird ab dem Jahr 2028 durch ein neues Brückenbauwerk ersetzt. Das bestätigte jetzt Friederike Schaffrath, Projektleiterin beim Landesbetrieb Straßen NRW, dem General-Anzeiger. Die Brücke, Baujahr 1967, ist in die Jahre gekommen und muss weichen, da mit ihr der geplante sechsspurige Ausbau nicht realisierbar ist.

Die Fahrbahnerweiterung auf zwei Mal drei Spuren zwischen dem Autobahnkreuz Bonn-Nord (A 555) und dem Autobahndreieck Bonn-Nordost (A 59) ist im Bundesverkehrswegeplan unter „weiterem Bedarf“ geführt. Dass damit auch der Komplettabriss der Friedrich-Ebert-Brücke, die landläufig Nordbrücke genannt wird, einhergeht, war zunächst nicht direkt ersichtlich. Das Bauwerk ist inklusive der Vorlandbrücken rund 1290 Meter lang und gilt als erste moderne Schrägseilbrücke. Bei einer Prüfung 2007 wurde festgestellt, dass eine Generalinstandsetzung notwendig ist. Die wird voraussichtlich ab 2019 vorgeschaltet. Sobald das entsprechende Gutachten vorliegt, können die konkreten Planungen starten.

Der Landesbetrieb bewertet die Planung einer breiteren Brücke als hürdenreich, weil auf der westlichen Seite die vorhandene Bebauung sehr sehr eng sei und auf der Ostseite das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet der Siegaue besondere planerische Sorgfalt verlangt. Laut Landesbetrieb werden vor 2028 die dringlicheren Bauprojekte realisiert. Der wichtigste Punkt ist der sogenannte Tausendfüßler. Derzeit laufen die vorbereitenden Arbeiten. Unter anderem müssen noch Grundstücke entlang der Strecke erworben werden.

Die Bauarbeiten für den dringend sanierungsbedürftigen Autobahnabschnitt der A 565 zwischen Endenicher Ei und Autobahnkreuz Bonn-Nord sollen im Jahr 2020 starten und bis 2027 abgeschlossen sein. Hier ist ebenfalls ein sechsspuriger Ausbau geplant. In etwa zur gleichen Zeit starten auch die Bauarbeiten an zwei Stellen auf der rechtsrheinischen A 59: Vom Autobahnkreuz Bonn-Ost (A 562) bis Bonn-Vilich soll die Strecke dann sechs Spuren erhalten. Und vom Autobahndreieck Bonn-Nordost bis zum Autobahndreieck Sankt Augustin sind sogar acht Spuren geplant.

Zur Koordinierung der Bauarbeiten in Bonn und Umgebung hat der Landesbetrieb Straßen eine Taskforce eingerichtet. Rund 30 Mitarbeiter sind in der Außenstelle Euskirchen zusammengezogen worden. Ihre zentrale Aufgabe ist es, die Bauarbeiten so zu planen, dass der Berufsverkehr nicht übermäßig beeinträchtigt wird und die Arbeiten zügig abgewickelt werden können.

Weitere Berichterstattung zu dem Thema gibt es bereits jetzt in unserem abendlichen E-Paper sowie am Dienstagmorgen in unserer Printausgabe.