Begegnungszentrum der Bonner Korps

Die Heilsarmee zieht um

In der Dorotheenstraße 1 richtet das Korps der Bonner Heilsarmee zurzeit sein neues Domizil ein. Diethelm Hahn (von links), David Polak und Rainer Wiebe inspizieren das künftige Begegnungszentrum.

In der Dorotheenstraße 1 richtet das Korps der Bonner Heilsarmee zurzeit sein neues Domizil ein. Diethelm Hahn (von links), David Polak und Rainer Wiebe inspizieren das künftige Begegnungszentrum.

BONN. Jahrzehntelang hatte das Korps, also die Gemeinde, der Bonner Heilsarmee sein Quartier an der Kaiserstraße. Zurzeit aber sind die Handwerker in der Dorotheenstraße 1 in der Altstadt damit beschäftigt, einen ehemaligen Fahrradladen umzubauen.

Dort soll das neue Domizil der Heilsarmee mit Begegnungscafé, Suppenküche, Kleiderkammer und einem Gebetsraum für 36 Gläubige entstehen. "Unser Haus an der Kaiserstraße, das der Heilsarmee gehörte, haben wir verkauft", sagte Rainer Wiebe, Bereichsleiter Liegenschaften der Heilsarmee, gestern. Für notwendige Sanierungsarbeiten und den barrierefreien Umbau habe das Geld gefehlt, deshalb habe sich die Heilsarmee nach einer neuen Adresse umgeschaut. Und das leerstehende Ladenlokal in der Altstadt gefunden.

Noch ist der 150 Quadratmeter große Raum mit seiner großen Fensterfront eine Baustelle, voraussichtlich Mitte April wird die Heilsarmee dort einziehen. "Bis Ende März können wir das Haus an der Kaiserstraße noch nutzen", so Wiebe. Im neuen Domizil hofft man, noch mehr als die bislang 30 Gemeindemitglieder betreuen zu können, sagte der ehrenamtliche Pastor David Polak. Der 46-Jährige, der verheiratet ist und drei Kinder hat, leitet das Bonner Korps mit Ralf Daume, der als Sekretär fürs Administrative zuständig ist. Die meisten Gemeindemitglieder seien sozial Schwache und/oder ältere Personen, die Polak - so es die Zeit für den gelernten Handwerker in der Umschulung zulässt - "eins zu eins" betreut.

Die Heilsarmee ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und in der Evangelischen Allianz. Sie finanziert sich über Spenden; die Gemeinde erhalte keinerlei öffentliche Zuschüsse, so Polak. Neben ihrer Zeit investierten die leitenden Mitglieder privates Geld für die Gemeindearbeit.