Stadt Bonn kündigt die Zuschüsse

Deutsches Museum vor dem Aus

Vor dem Transrapid stehen Andrea Niehaus (von links), Iris Pohl-Schäfer, Friedrich Löser, Jürgen Wagner und Raphael Konietzny. FOTO: OTTERSBACH

Das Deutsche Museum in Bonn steht vor dem Aus. Die Stadt als Geldgeber hat den Vertrag für Anfang 2018 gekündigt.

29.01.2016 Bonn. Die Stadt Bonn hat den Vertrag mit dem Deutschen Museum zum 31. Januar 2018 gekündigt. Damit steht das Museum vor dem Aus.

 Stadtsprecherin Monika Hörig bestätigte, dass die Unterstützung mit 830.000 Euro jährlich auf Null gesetzt wird. Hörig merkte aber an, dass dies „schweren Herzens“ erfolge. Die Verwaltung hatte letztlich diesen Schritt vorgeschlagen, den der Stadtrat dann beschloss.

Nun ist also „die Zukunft der einzigen Dependance des Deutschen Museums in München außerhalb Bayerns weiter ungewiss“, so der Förderverein. In einem Gespräch habe Ashok Sridharan Vertretern des Museums die Kündigung erläutert, der OB habe dabei auf weiterhin bestehende Bemühungen zum Fortbestand des Hauses hingewiesen.

Wie berichtet, hatten Unternehmer und Wissenschaftler aus der Region im Herbst den Förderverein „WISSENschaf(f)t SPASS“ gegründet, der sich zum Ziel gesetzt hat, bei Geldgebern für den Fortbestand des für den Fachkräftenachwuchs wichtigen Lernortes für „Mint“-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu werben.

„Schon heute können in der Region zahlreiche Stellen und Ausbildungsplätze in »Mint«-Berufen nicht besetzt werden“, so der Förderverein, der die Kündigung kritisiert. „Jetzt müssen die Stadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis schnellstmöglich ein belastbares Konzept vorlegen, wie sie die Grundfinanzierung des Museums künftig sicherstellen wollen.“

Mehr zum Förderverein auf www.wissenschaft-spass.de. (Richard Bongartz)