3000 Händler betroffen

Deutsche Post stellt Online-Marktplätze ein

Das Paketaufkommen bei der Post wächst stetig. Das sorgt auch für höhere Kosten.

Die Deutsche Post zieht sich aus dem Bereich der Online-Marktplätze zurück.

Bonn. Die Deutsche Post stellt ihre Aktivitäten mit Online-Marktplätzen ein. 3000 Händler sind davon betroffen. Auch für ein Bonner Pilotprojekt bedeutet dieser Schritt das Aus.

Die Deutsche Post DHL stellt ihre eigenen Aktivitäten mit Online-Marktplätzen zum Jahresende ein. Das sagte DHL-Paketchef Achim Dünnwald im Gespräch mit dem GA. Bundesweit ist die Plattform allyouneed.com mit 3000 Händlern betroffen. Auch für das Bonner Pilotprojekt „Allyouneed City“ bedeutet die Entscheidung das Aus. Auf der von DHL geführten Stadt-Plattform bieten inzwischen mehr als 167 Einzelhändler aus Bonn und der Region ihre Waren online an und lassen sie von der Post zum Kunden transportieren.

Unter dem Strich sei die Post als Logistiker nicht der richtige Anbieter, um solche Onlineshops im Markt zu führen, begründet Dünnwald. „Deshalb haben wir gesagt, jetzt ist die richtige Zeit, sich auf unser eigentliches Geschäft, die Logistik, zu konzentrieren und das Angebot zu beenden.“, sagte Dünnwald. Derartige Online-Projekte will das Bonner Unternehmen zukünftig nur noch gemeinsam mit Partnern machen. Derzeit sei aber niemand absehbar, der die Projekte weiterführe. Nicht betroffen von dem Aus ist Allyouneed fresh, der Online-Supermarkt von DHL.