Freitag bis Montag

Das wurde bei der FedCon in Bonn geboten

Bonn. Noch bis Montag trifft sich die SciFi- und Fantasyszene auf der FedCon im Bonner Maritim Hotel. Der Veranstalter rechnet mit etwa 5500 Besuchern. Am Freitag wurde die FedCon eröffnet.

Bereits zum 18. Mal findet bei der am Freitag eröffneten „Federation Convention“ - kurz FedCon - das Zusammentreffen von Akteuren und Fans der Fantasy- und Science-Fiction-Szene aus ganz Europa statt. Der Veranstalter rechnet mit etwa 5500 Besuchern. Die FedCon entstand 1992 aus der Idee, den Fans der Star Trek-Filme, eine Bühne zu bieten, auf der sie mit Gleichgesinnten zusammentreffen und mit ihren Stars auf Tuchfühlung gehen können. Im Zentrum des viertägigen Treffens stehen sogenannte Panels, in denen bekannte Schauspieler, Synchronsprecher, Autoren, Produzenten, Wissenschaftler, NASA- und ESA Astronauten Vorträge und Lesungen halten und Fragen der Fans beantworten.

Zudem gibt es Workshops mit Stuntleuten, Make-up-Künstlern Choreographen und Sprachtrainer. In allen Sälen des Maritims werden Devotionalien der Szene angeboten und gekauft. 731 Personen haben sich alleine im Hotel für das Wochenende angemeldet. Die Gäste kommen unter anderem aus den Niederlanden, Belgien, der Schweiz und den USA. „Dafür ist uns kein Weg zu weit“, sagte Gisele (24) aus Zürich, die unverkennbar als Drachenkönigin aus der Fantasy-Serie „Game of Thrones“ entsprungen zu sein scheint.

Seit 28 Jahren besucht Josef Roth die Conventions. „Am Anfang waren es die Schauspieler, die mich gereizt haben“, berichtete 56 Jahre alte Friesdorf im Kostüm von „Scotty“, dem Chefingenieur des Raumschiffs Enterprise. Schauspieler James Doohan, der damals zur Originalbesatzung der Enterprise gehörte, traf Roth auf seiner damals ersten Convention in Nürnberg. „Da kamen gerade mal 300 Leute hin, da war man sich ganz nah.“

Mittlerweile sei es ihm wichtiger, sich in einer Familie Gleichgesinnter zu treffen. Früher habe es mehr Kostüme gegeben, sagt er und schließt daraus, dass die meisten Menschen lieber konsumieren, als selber aktiv zu werden. Der Godesberger Frank Frankerl (54) hat seine Frau Susanne (49) auf einem Star-Trek-Treffen kennengelernt. Beide sind überrascht, dass sich in der Szene wenig verändert hat. Zehn Jahre hatten sie pausiert. Jetzt haben sie aber wieder die ersten Star-Trek-Memorabilien gekauft, an denen sie nicht achtlos vorübergehen konnten. „Das hat mich selber überrascht“, sagt Susanne.

Öffnungszeiten und Preise

Die FedCon hat diesen Samstag und Sonntag jeweils von 9.30 bis 21.45 Uhr (anschließend Party) und am Montag von 9.30 bis 17.15 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 55 Euro (Samstag), 45 Euro (Sonntag) und 40 Euro (Montag). Kinder bis sechs Jahre sind frei, bis zwölf Jahre zahlen sie die Hälfte. Infos zum Programm auf www.fedcon.de.