Bald kommt Staffel fünf

Das wurde aus den "Höhle der Löwen"-Kandidaten aus der Region

Kaugummi, Schwangerschaft und Kartenspiel

Das Kaugummi

Auch ein ehemaliger Bonner Baskets-Profi versuchte sein Glück in der dritten Staffel der Sendung. Andrej Mangold stellte mit seinen Partnern die Firma "Das Kaugummi" vor. Die Idee für "Das Kaugummi" war an der Supermarkt-Kasse entstanden: Ingo Hofmann aus Gießen, ein Freund Andrej Mangolds aus der frühen Basketball-Phase und Gründer einer Salatbar-Kette kam darauf. Ein zuckerfreies Kaugummi mit außergewöhnlichen Geschmacksrichtungen. Das Kaugummi gibt es in den Sorten Orange-Ingwer, Zitrone-Basilikum und Holunderblüte-Minze.

Die Idee überzeugt zunächst und räumte 250.000 Euro von Ralf Dümmel ab. Im Gegenzug bekam Dümmel 20 Prozent der Firmenanteile. Aber zu dem Deal kam es am Ende nicht. "Wir sind in enger und guter Abstimmung auseinander gegangen und haben eine andere Form der Zusammenarbeit, eine Vertriebskooperation, gefunden. Wir konnten das Produkt in Geschäften wie Rewe, Karstadt, Edeka, Maxxworld und Netto online platzieren", erklärte eine Sprecherin von DS Produkte, bei der Ralf Dümmel Gesellschafter ist. Man sei ein strategischer und kein reiner Finanzinvestor, und im Rahmen der Due-Dilligence-Prüfung (der Risikoprüfung) sei keine gemeinsame Ausrichtung gefunden worden.

Heute unterstützt "Das Kaugummi" soziale Projekte. Beispielsweise wird mit jedem Kauf die Anpflanzung von Bäumen in den ärmsten Regionen der Welt unterstützt.

Trackle

Das Bonner Start-up "Trackle" trat in der vierten Staffel der "Höhle der Löwen" an. Katrin Reuter und Maxim Loick erklären, worum es geht: "Es ist ein Sensor, der Frauen dabei hilft zu erkennen, wann sie schwanger werden können.". Das Prinzip dahinter: Beim Eisprung steigt die Körperkerntemperatur um etwa 0,5 Grad. Und nur rund um den Eisprung kann die Frau schwanger werden. Wenn man den Anstieg der Körpertemperatur erkennt, weiß man, wann man schwanger werden kann, erklärt Reuter. "Trackle" ist somit auch eine Verhütungsmethode, dessen Sicherheit laut Homepage vergleichbar mit der der Pille sei.

Doch das Unternehmen ging leer aus. Für 400.000 Euro boten die Unternehmer 15 Prozent der Anteile an ihrem Start-up. Auf dem Markt war das Produkt bis dahin noch nicht. Direkte Auswirkungen auf den Entwicklungsprozess hatte der Ausgang der Sendung außerdem nicht, sagte Katrin Reuter im GA-Gespräch. In den Monaten nach der Aufzeichnung entwickelten sie den Sensor weiter. Mittlerweile kann dieser auch über die Homepage vorbestellt werden, die Auslieferung erfolgt seit Ende Juli. Rund 600 Produkte wurden bereits vorbestellt und werden nun nach und nach verschickt. Außerdem ist auch dieses Produkt Tüv zertifiziert. "Wir haben auch ohne Investment einen Weg in den Markt gefunden.", so das Unternehmen auf Anfrage.

Bewusstsein braucht Raum

Katrin Linzbach hat ihr Kartenspiel "Bewusstsein braucht Raum" der Jury der Gründer-Show "Die Höhle der Löwen" bei Vox vorgestellt - jedoch ohne Erfolg. Dabei ist es kein Kartenspiel im eigentlichen Sinn. Die 40 Karten sollen demjenigen, der sie zieht, verschiedenen Aufgaben oder Anregungen für den Alltag geben - sei es, einem Menschen bewusst zuzuhören, Stressauslöser zu eliminieren oder auch einen Wecker zu stellen, um regelmäßig ein Glas Wasser zu trinken.

Etwa 1700 Spiele hat sie bereits im ersten Jahr 2011 verkauft. Linzbach wollte 90.000 Kartenspiele verkaufen und brauchte dafür 65.000 Euro und bot den "Löwen" 15 Prozent der Anteile. Ihre Idee überzeugte die fünf Investoren jedoch leider nicht - und die Jungunternehmerin ging leer aus. Mittlerweile gibt es drei verschiedene Spiele. Eins für den Alltag, eins für den Beruf und eins für die Liebe.