DRK-Kreisverband eröffnet neues Haus

Das soziale Herz von Auerberg

Der Bonner DRK-Vorsitzende Georg Fenninger (rechts) und OB Ashok Sridharan (2.v.l.) mit anderen Beteiligten bei der Einweihung des neuen Hauses. FOTO: KNOPP

Der Bonner DRK-Vorsitzende Georg Fenninger (rechts) und OB Ashok Sridharan (2.v.l.) mit anderen Beteiligten bei der Einweihung des neuen Hauses. FOTO: KNOPP

BONN. Eine wirtschaftliche Talfahrt, Kündigungen nicht auszuschließen, der Verlust eines städtischen Krankentransport-Auftrages, ein Wechsel in der Geschäftsführung: Nach dem schwierigen Jahr 2015 konnte der Kreisverband Bonn des Deutschen Roten Kreuzes am Freitag endlich mal wieder feiern. Das neue Haus in Auerberg ist planmäßig fertig geworden.

Man sei auch finanziell im vorgesehenen Rahmen von rund sechs Millionen Euro geblieben, so der Vorsitzende Georg Fenninger. „Das wird das soziale Herz von Auerberg werden“, sagte er zuversichtlich. Die 21 Sozialwohnungen darin sind laut dem Vorsitzenden Georg Fenninger alle belegt, Es beinhaltet außerdem eine Wohngemeinschaft für acht mehrfach Schwerstbehinderte aus dem Therapiezentrum Bonn-Beuel, eine Senioren-Tagespflege für bis zu 16 Personen, eine Sozialstation und einen Kindergarten mit Therapiemöglichkeiten. Außerdem zieht die Stadtteilbibliothek Auerberg im Erdgeschoss ein, die nach dem Bielefelder Modell wie in Endenich und Dottendorf ehrenamtlich betrieben wird. Auch Menschen mit Behinderung vom Haus Müllestumpe helfen mit. Die Bibliothek wird bald den Betrieb aufnehmen.

„Das gibt es nirgendwo sonst, dass Institutionen so miteinander arbeiten“, war Fenninger überzeugt. In diesem Zusammenhang dankte er der Stadtverwaltung für die Kooperation: „Wir haben mit allen Fachbereichen super zusammengearbeitet.“ Dieses Lob nahm Oberbürgermeister Ashok Sridharan gerne entgegen und gab es zurück. Das DRK in Bonn leiste in vielen Bereichen gute Arbeit, unter anderem in der Flüchtlingshilfe. Für Auerberg mit gut 11 000 Einwohnern sei das DRK-Haus eine wichtige Einrichtung.

Gut 70 Besucher waren zur Eröffnung gekommen und wohnten der Einsegnung der neuen Räume durch die evangelische Pfarrerin Michaela Schuster und die katholische Gemeindereferentin Ulrike Römer bei. Für die Errichtung des Gebäudes war die Firma Brings zuständig. Für ihn sei mit Blick auf die Architektur vor allem wichtig, „dass sie mit Menschen und Leben gefüllt wird“, sagte deren Chef Peter Brings.