Sitekritik am neuen ga-bonn.de

Das sagen Bonner Blogger zur neuen Website

20.01.2016 Bonn. Seit dem frühen Dienstagmorgen erscheint www.ga-bonn.de in völlig neuem Design. Vorab haben wir vier Blogger aus Bonn eingeladen, sich unsere neue Site genau anzusehen und zu analysieren.

Hektisches treiben, Konferenzen, Gespräche, Diskussionen, konzentriertes Arbeiten - Anfang Januar, nur noch wenige Tage trennen das GA-Team und die Öffentlichkeit vom Relaunch, dem optischen- und inhaltlichen Neustart der GA-Website. Nur eine kleine, externe Gruppe darf diese Atmosphäre stören und schon vorab einen Blick auf die neue Seite werfen.

Johannes Mirus, Sascha Foerster, Damian Paderta und Karin Krubeck sind jene Auserwählten. Sie alle eint ihr Leidenschaft für das digitale Zeitalter, für Texte und Themen und vor allem für die Stadt Bonn. Mit ihren Arbeiten erreichen sie Zehntausende Internet-Nutzer: mit Blog-Artikeln über die Bonner Restaurant-Landschaft, multimedialer Live-Berichterstattung zu Veranstaltungen und Kongressen, mit Texten über die jüngsten kommunalpolitischen Themen oder der Programmierung von Wahl-O-Maten zur OB-Wahl.

Ebenfalls stets im Fokus: die Arbeit der größten Tageszeitung vor Ort. Mal kritisch, mal lobend, mal fragend, mal zweifelnd - meist konstruktiv begleitet die Bonner Netzgemeinschaft unsere tägliche Arbeit. Höchste Zeit also, einige von Ihnen auf unser künftiges digitale Aushängeschild blicken zu lassen und vorab Schwachstellen aber auch gute Seiten zu entdecken. Nach 90 Minuten der ungestörten Stöber- und Analysephase, sprachen wir mit dem Quartett über..

1 Die neue Optik

In keinem anderen Punkt waren sich die Vier so einig: die neue Optik ist gelungen. "Die Seite wirkt luftiger, aufgeräumter und lesbarer", sagte beispielsweise Damian Paderta. Auch von den anderen gab es Lob, unter anderem für die neuen Schriftarten und die lesbarere Größe. Dabei kommt auch zu Gute, dass Anzeigen dezenter und besser eingebunden sind und somit als weniger störend empfunden werden. Außerdem für die klarere Aufteilung, Selektierung und Priorisierung der Nachrichten, durch das Wegfallen des so genannten Nachrichten-Karussells gleich zu Beginn auf der Startseite.

 

2 Probleme und Irritationen

Neuerungen sorgen erfahrungsgemäß auch für Probleme und Irritationen. Einhellig war die Meinung vor allem zum Kopfbereich der neuen Seite. Entgegen gängiger Praxis findet sich die Sucheleiste beim GA nicht auf der rechten, sondern auf der linken Seite. Auch stellten alle vier in Frage, ob das Lupen-Symbol als einziger Hinweis auf diese Funktion genügt. Als zweiten Kritikpunkt brachten sie die geballte Fülle der Übersichtsseite an, die kaum zu überblicken sei. In den Fokus der Kritik gerieten aber vor allem die Hauptpunkte "Home, Bonn, Region, News" usw., da diese auf den ersten Blick keine weiteren Informationen verrieten, sondern erst den Klick des Nutzer bedürfen - andere Medienseiten verraten hier bereits beim Überfahren mit der Maus weitere Inhalte der Unterseite.

3 Neue Inhalte und Formate

Mit der neuen Website rückt der General-Anzeiger vor allem redaktionelle Themen und Köpfe in der Vordergrund. Diese Funktion kam vor allem bei Sascha Foerster gut an. "Die bekannten Namen auf der eigenen Seite prominent zu zeigen, ist auch für den Nutzer eine interessante Neuerung", so ein Teil seiner lobenden Worte, die eine Einschränkung enthalten: "Leider findet sich der Autor dann auf der wichtigsten Ebene, im Artikeltext, nur sehr versteckt wieder, das ist schade."

4 Werbung und Registrierung

Die neue Website bleibt zunächst für alle Nutzer kostenfrei, Artikel können unbegrenzt aufgerufen und gelesen werden - dafür verlangt der General-Anzeiger zweierlei: Die Akzeptanz von Werbeanzeigen auf der Seite und eine einmalige Registrierung. "Die Registrierung wirkt zunächst wie ein Zwang, wie eine Bevormundung des Nutzers", kritisiert Johannes Mirus. Allerdings ist dies auch technische Voraussetzung, um das Folgen von Themen und Autoren nutzen zu können.
Werbeanzeigen bleiben auch künftig teil der GA-Website. "Es ist klar, dass Medien auch im Netz ihre journalistischen Inhalte finanzieren müssen", sagt Sascha Foerster, "solange die Werbung nicht zu aufdringlich mein Lesevergnügen beeinträchtigt, sind solche Anzeigen auch völlig okay."

5 Die mobile Variante

Auch auf dem Smartphone erscheint die GA-Seite nun in völlig neuem Glanz. Dabei gehen nicht länger Inhalte verloren oder Texte, Bilder und Videos werden falsch dargestellt - alles ist für den mobilen Wegbegleiter optimiert. Ein Fakt, der auch bei den Bonner Bloggern gut ankommt. "Wir haben die Seite auf mehreren Geräten getestet und hier ist beispielsweise die Navigation durch die Seite sogar besser umgesetzt, als in der Desktop-Version", stellt Johannes Mirus begeistert fest. Auch hier bleibt ein Kritikpunkt, den Damian Paderta benennt: "Das Teilen von Artikeln ist - durch die dafür extra angelegte Leiste am Textende - ungewöhnlich aufwändig, zumal diese Leiste sehr unauffällig ist."

6 Ein abschließendes Fazit

"Wie ein schöner neuer Blog", sagt Karin Krubeck und lacht. Durchaus ein Lob aus dem Mund einer der erfolgreichsten Bonnerinnen in diesem Bereich. Von Johannes Mirus bekommt der GA bescheinigt "einen Quantensprung im Vergleich zur bisherigen Seite" geschafft zu haben und Community-Manager Sascha Foerster befand: "Es war ein überfälliger Schritt und ihr habt ihn jetzt in meinen Augen sehr gut gemacht - auch wenn die Seite natürlich noch weiteres Verbesserungspotenzial hat."

(Clemens Boisserée)