Festivals und Konzerte in der Region

Das hat Bonns Open-Air-Szene zu bieten

Bonn. Mit den warmen Temperaturen steigt auch bei vielen Bonnern die Vorfreude auf Freiluftveranstaltungen. Die Auswahl ist breit: Vom Elektrofestival in der Rheinaue über Punkkonzerte in Vilich bis hin zu den kostenlosen Stadtgartenkonzerten.

Noch sitzt Julian Reininger, Mitbegründer und Organisator des Green Juice Festivals, entspannt in seinem Garten in Schwarzrheindorf: Das Line-Up steht, der Kartenverkauf ist angelaufen. Zeit, die Füße hochzulegen, bleibt trotzdem nicht. Bis zum Festivalstart am 17. August im Park in Neu-Vilich steht noch einiges auf der Agenda für Reininger und sein Team. Derzeit prüft die Stadt Bonn beispielsweise noch das Sicherheitskonzept. Auch auf mögliche Wetterkapriolen wollen sich die Jungveranstalter vorbereiten, schließlich sind die Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr nicht vergessen.

Ausgerechnet bei der zehnten Ausgabe der Musikveranstaltung hatten Starkregenfälle das Team veranlasst, den ersten Konzerttag vorzeitig abzubrechen; das Parkgelände glich einem Matschfeld. Für dieses Jahr gibt es daher einen Notfallplan: Bevor Lkws auf das Gelände fahren, wird die Zufahrt mit Bodenplatten ausgelegt. Zusätzlich soll ein Lkw mit weiteren Platten am Gelände postiert werden, um im Bedarfsfall das Areal damit auslegen zu können.

Die Frage nach dem Wetter ist aber nicht die einzige, die die Green-Juice-Macher umtreibt. Auch die Zahl der verkauften Karten ist entscheidend. „Das kann man beides nicht beeinflussen“, sagt Reininger. Die erste Band hat er schon im Frühjahr vergangenen Jahres gebucht: Die „Leoniden“. Für ihn ist die Kieler Band ein echter Geheimtipp. Anfang des Jahres standen dann alle 13 Künstler fest. Headliner ist die britische Band The Subways. Mit der erneuten Verpflichtung der Donots haben Reininger und sein Team eigentlich gegen ihre eigenen Regeln verstoßen – keine Band tritt zweimal auf. Aber: „Das war die Band, die bisher am besten angekommen ist“, erzählt Reininger.

Neu ist in diesem Jahr der Campingplatz. Auf einer Rasenfläche an der Maarstraße können bis zu 1000 Besucher ihre Zelte aufschlagen. „Das ist quasi eine eigene Veranstaltung für uns.“ Schließlich müssen hier eigens Stromleitungen verlegt werden. Aber die Macher wollen ihr eigenes Festival weiter verbessern, sind deshalb auch bei anderen Events Zaungäste. Unter anderem haben sie bei dem Klassiker „Rock am Ring“ hinter die Festivalkulissen geschaut. Auch wenn solche Megafestivals ihren eigenen Reiz haben, meint Reininger: „Ich finde die kleinen Festivals deutlich entspannter.“ Was das Angebot betrifft, müsse die Bundesstadt sich nicht verstecken. „Bonn hat mittlerweile viel zu bieten“, sagt er.

Ein Blick auf die Open-Air-Saison in Bonn: