Grand Opening des Marriott Hotels

Das Marriott feiert Eröffnung

Bonn. Mit gleich zwei Tagen der offenen Tür wurde am Wochenende das 17-stöckige Marriott-Hotel neben dem World Conference Center Bonn (WCCB) im Bundesviertel eröffnet.

Seit vier Monaten ist das neue Marriott-Hotel neben dem World Conference Center Bonn (WCCB) bereits in Betrieb. Am Samstagabend feierte Eigentümer Jörg Haas (BonnVisio/Kameha) mit Geschäftsführer Norbert Rath, Hoteldirektorin Claudia Tewes und zahlreichen geladenen Gästen die offizielle Eröffnung des Hotels und des GOP-Varietés im Erdgeschoss des 17-stöckigen Hauses.

Die Gästeschar – darunter OB Ashok Sridharan, sein Vorgänger Jürgen Nimptsch, Landrat Sebastian Schuster, Uni-Rektor Michael Hoch und Stadtdechant Wilfried Schumacher – erlebte ein Grand Opening vom Feinsten: Im GOP-Varieté hieß sie Theater-Chefin Julia Feirer willkommen. Sie und ihr Team boten dem Publikum einen unterhaltsamen Abend und zeigten Ausschnitte des aktuellen Varieté-Programms „Plüfoli“.

Natürlich gab es auch Reden: OB Sridharan dankte vor allem Jörg Haas, dass er an Bonn glaube und mit seiner Investition aus einem Problemprojekt ein Erfolgsprojekt gemacht habe. „Danach hatte es ja zunächst nicht ausgesehen“, sagte der OB und erinnerte an den Bauskandal des WCCB, das die Stadt Bonn eigentlich nichts kosten sollte, ihr dann aber „erhebliche Kosten“ beschert habe. „Das Hotel leistet aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zum WCCB einen wesentlichen Beitrag zur besseren Vermarktung des Kongressstandortes Bonn“, lobte Sridharan.

„Die Stadtgesellschaft, also wir alle, tragen die Verantwortung für die Zukunft von Bonn. Nicht vornehmlich die kommunale Politik oder städtische Verwaltung, sondern jeder, der in dieser Stadt wohnt und lebt, hat Möglichkeiten, diese Stadt ein kleines Stück lebens- und liebenswerter zu machen“, begründete Haas unter anderem sein Engagement und forderte die Gäste auf, dass sich jeder zu seiner eigenen Verantwortung bekennen solle.

Auch Sridharans Vorgänger, Jürgen Nimptsch, kam zu Wort. Er holte in seiner Rede weit aus und schlug den Bogen vom einstigen Römerlager, das sich vor gut 2000 Jahren genau an der Stelle des Hotels und WCCB befand, bis hin zum Baustopp des WCCB, dem Ermittlungen, Verhaftungen und Gerichtsprozesse folgten.

Einen wesentlichen Anteil am Gelingen des Hotelprojekts hatte Haas' Bauleiter Jörg Pierdzig, der kurz die Genese der Fertigstellung des Hotels schilderte: So hatte Haas das Hotel vor zwei Jahren nach langem Hin und Her zwischen der Verwaltung und dem Stadtrat als Rohbau für 17 Millionen Euro von der Stadt Bonn erworben. Rund 64 Millionen Euro steckte der Unternehmer in das 17-stöckige Haus mit 336 Doppelzimmern und Suiten. Hinzu kamen neun Millionen Euro für den Ausbau des Varieté-Theaters und 3,5 Millionen für die Spa-Anlage, die in Kürze fertiggestellt sein soll.

Der „VisioLife Wellness- und Fitnessbereich“ erstreckt sich auf einer Fläche von mehr als 1500 Quadratmetern und birgt einen wahren Schatz: eine echte römische Therme. Sie gehört zu der römischen Siedlung, die vor Beginn der Bauarbeiten für das WCCB auf dem Areal entdeckt worden war. Die antike Therme wird in den Spa-Bereich integriert. 2014 machten die Archäologen auf der Baustelle beim Aushub für die Rampe zum Untergeschoss des Hotels erneut einen sensationellen Fund: Sie fanden sogenannte Pfostengruben, die darauf hinweisen, dass an dieser Stelle zur Römerzeit ein großer, Saal gestanden haben muss.

Weit mehr als 5000 Bürger nutzten an diesem Sonntag laut Haas den Tag der der Offenen Tür, um hinter die Kulissen des Hotels und GOP-Theaters zu schauen. Neugierig bestaunten die Besucher vor allem die Hoteletagen samt Zimmer, wo die Geschichte der Bonner Republik abgebildet ist. Auf den Fluren hängen Porträts prominenter Politiker aus alten Zeiten. Wie etwa das von Altbundeskanzler Konrad Adenauer, nach dem auch das Restaurant „Konrads“ im 17. Stock des Hotels benannt ist.