Regeln und Gefahren

Darauf müssen Eltern auf Spielplätzen in Bonn achten

Bonn. Bei sonnigem Wetter zieht es Familien an die frische Luft. Bei Kindern sehr beliebt sind Spielplätze. Doch hier gibt es für Eltern einiges zu beachten. Wir erklären unter anderem, wie lange Kinder begleitet werden müssen und welche potentiellen Gefahren lauern.

Wenn Familien draußen unterwegs sind, ist der Besuch des Spielplatzes für die jüngeren Kinder häufig der Höhepunkt des Ausflugs. Dort können sie sich mal so richtig austoben. Doch ganz ohne Regeln geht es nicht. Der Bonner Ordnungsdienst schaut im Rahmen seiner regelmäßigen Streifen auf den öffentlichen Spielplätzen nach dem Rechten und überprüft, ob die Richtlinien eingehalten werden. Auch lauern in den Sandkästen Gefahren für die Kinder. Vor allem Eltern müssen Einiges beachten. Wir geben einen Überblick.

1. Altersbeschränkungen

Öffentliche Spielplätze sind in der Regel für Kinder zugelassen, die nicht älter als zwölf beziehungsweise 14 Jahre alt sind. Doch auch für Kinder, die innerhalb der Altersbegrenzung liegen, gibt es Richtlinien. Kinder unter drei Jahren dürfen laut der Arag-Versicherung nur unter Aufsicht ihrer Eltern auf den Spielplatz. Ab einem Alter von vier Jahren sei es erlaubt, sie begrenzt alleine spielen zu lassen. Ab sieben Jahren dürfe der Nachwuchs auch ohne regelmäßige Kontrolle der Eltern spielen.

2. Gefährliche Gegenstände

Nicht selten sind Zigarettenstummel oder auch Glasscherben auf Spielplätzen zu finden. Eltern sollten immer darauf achten, dass potentiell gefährliche Gegenstände, zum Beispiel im Sandkasten, beseitigt werden. Bei besonders auffälligen Verschmutzungen, sollte das Bonner Ordnungsamt unter der Nummer 0228/773333 kontaktiert werden. Wie die Stadt auf GA-Anfrage mitteilt, werden in Bonn ab und an auch Spritzen auf Spielplätzen gemeldet. Diese würden entweder von Mitarbeitern des Stadtordnungsdienstes oder von Bonnorange schnellstmöglich entfernt.

3. Jugendliche auf Spielplätzen

Häufig kommt es vor, dass der Bonner Ordnungsdienst eingreifen muss, weil die Spielplätze in den Abendstunden von Jugendlichen aufgesucht werden. Meistens werden diese dabei ertappt, wie sie gerade Alkohol trinken, beziehungsweise lärmen und Müll hinterlassen, heißt es vonseiten der Stadt. Die Jugendlichen werden in diesen Fällen aufgefordert, den Bereich zu säubern und zu verlassen. Sollten sie dem nicht nachkommen, erteilt der Stadtordnungsdienst Platzverweise. Die Personalien werden ebenfalls kontrolliert und bei Bedarf aufgenommen. Sollte Musik abgespielt werden, wird dies nach 22 Uhr ebenfalls unterbunden, um nächtlichen Ruhestörungen vorzubeugen, so die Stadt Bonn.

4. Öffnungszeiten und Lärm

In jedem Fall müssen die Betriebszeiten der Spielplätze beachtet werden. Diese liegen häufig zwischen 8 Uhr und 20 Uhr. Eine Mittagsruhe gibt es in der Regel nicht. Falls auf dem Hinweisschild nichts anderes zu lesen ist, dürfen Kinder auch sonntags Krach machen. Generell haben Anwohner von Spielplätzen keine Handhabe gegen den Lärm. Sie müssen selbst nachträglich gebaute Spielplätze akzeptieren (Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz, Az.: 1C11131/16.OVG).

5. Alkohol und Rauchen

Auf öffentlichen Spielplätzen darf laut der Arag-Versicherung weder geraucht noch Alkohol getrunken werden. Das gelte vor allem für Eltern, die ihre Kinder begleiten. Hin und wieder komme es vor, dass Eltern auf Kindergeburtstagen auf ihren Nachwuchs anstoßen wollen. Findet die Feier auf dem Spielplatz statt, heiße es allerdings Selters statt Sekt, so die Arag-Experten.

6. Hunde auf dem Spielplatz

Auch Hunde haben auf den meisten öffentlichen Spielplätzen nichts zu suchen. Manche Gemeinden erlauben allerdings kleinere Hunde. Auch hier hilft ein Blick auf die Hinweistafel des jeweiligen Spielplatzes. In einem konkreten Fall musste eine Rentnerin eine Strafe von 100 Euro zahlen, weil sie mit ihrem über 50 Zentimeter großen Hund auf einem Bolzplatz Gassi gegangen war (Amtsgericht München, Az.: 1115OWi230Js189802/17).

7. Sicherheit der Spielgeräte

Die Kontrollzeiträume richten sich laut der Stadt Bonn danach, wie oft und wie die Spielgeräte nach Angaben der jeweiligen Hersteller überprüft werden sollen. Sie seien außerdem abhängig davon, wie oft der jeweilige Spielplatz genutzt wird. Sichtkontrollen finden täglich bis 14-tägig statt. Mindestens alle drei Monate werden die Spielgeräte laut der Stadt Bonn auf ihre Sicherheit geprüft. Einmal im Jahr erfolgt die Jahreshauptinspektion nach Angaben der Spielgerätehersteller.