Collegium Josephinum Bonn

CoJoBo-App vernetzt die Schüler

Stellen die CoJoBo-App vor: (von links) Sebastian Knopp, Benedikt Schüller und Lehrer Uwe Neffgen.

BONN. "Hey, ist das die CoJoBo-App? Voll cool", kreischen zwei Sechstklässler über den Schulhof. An diesen Promi-Status im Collegium Josephinum müssen sich die Elfklässler Sebastian Knopp (19) und Benedikt Schüller (17) erst gewöhnen. Die beiden Freunde haben in den vergangenen Monaten eine App für Smartphones und Tablets entwickelt, die über das komplette Schulleben informiert.

Busfahr-, Mess- und Speisepläne können die Schüler damit abrufen. Auch welche Stunden ausfallen, zeigt das Programm an. Um immer aktuell zu sein, werden die Datensätze automatisch mit dem Schulserver abgeglichen.

Mehr als 230 Downloads hatten sie seit dem Start vergangene Woche nur für die Plattform Android. "Die Apps für Microsofts Windows Phone und Apples iOS müssen erst noch von den Konzernen geprüft werden", sagte Sebastian Knopp, der die komplette Programmierarbeit übernahm.

Benedikt Schüller ist stellvertretender Schülersprecher, von der SV stammte die Idee für die App. Bereits in den Sommerferien hatte sich das Schülersprecherteam darüber Gedanken gemacht. Am schwierigsten sei nicht das Programmieren gewesen, sondern das Organisatorische mit den Lehrern zu klären. Da half Informatiklehrer Uwe Neffgen. "Manche standen dem Projekt kritisch gegenüber", sagte er. Mittlerweile hat Knopp sogar eine Funktion nur für Lehrer eingebaut, weil im Kollegium danach gefragt wurde.

Die 1200 Schüler an Gymnasium und Realschule sind von der App begeistert. Knopp und Schüller legen auf deren Meinung viel wert, jede Anregung wird ernst genommen. Das Angebot wollen sie weiter ausbauen.