Neuer Standbetreiber auf dem Markt

Burrito und Burger gegenüber dem Rathaus

Der lukrative Platz auf dem Markt: Bis Jahresende darf "Engel & Teufel" noch bleiben, danach kommt der Nachfolger.

BONN. Die Würfel sind gefallen, die Überraschung ist perfekt. Bei der städtischen Ausschreibung für den begehrten Imbissstand auf dem Marktplatz kommt ein Newcomer zum Zuge: Sofian Riahi wird dort ab Januar den Schnellimbiss "Burger, Burrito & Co." betreiben.

Der Name mag neu sein in der Gastrofix-Szene, die Familie ist es nicht. Sie betreibt seit fünf Jahren den Imbiss im Postpavillon am Parkplatz Rheinaue, war davor mit mobilen Crêpe-Ständen in der City unterwegs. Und der 37-jährige Junior der Familie hat nun als "eindeutiger Punktsieger" das Rennen um die lukrative Lizenz auf dem Bonner Marktplatz für sich entschieden.

Wie die Stadt mitteilte, habe die Bewerbung 500 Punkte von der Jury bekommen und damit meilenweit vor der Konkurrenz gelegen, die zum Teil nur halb so viele Punkte erreichte. Bei der Bewertung durch die Stadt war das äußere Erscheinungsbild des Imbisswagens mit 60 und das Warenangebot mit 40 Prozent gewichtet worden.

"Ich freue mich riesig", sagte Sofian Riahi dem GA, der einen nagelneuen Stand mit Edelstahleinrichtung für seine erste mobile Aufgabe anschaffen wird. "Das wird ein schöner Blickfang und eine Bereicherung für die City", sagte er. Ein Foto des Standes wollte er allerdings noch nicht zur Verfügung stellen.

"Es soll eine Überraschung werden." Burger, Burrito & Co. will laut Riahi nach der Devise "Qualität und Quantität zu vernünftigen Preisen" verfahren. Es soll natürlich wie bisher Currywurst und Pommes geben, allerdings zusätzlich Burger, Salat und Burritos, also gefüllte Tortillas aus Weizenmehl.

Hoffnungen hatten sich auch andere Betreiber gemacht, insgesamt waren 13 Interessenten im Rennen. Wie Marc Oberhoff, der seit vier Jahren den Stand "Engel & Teufel" an just dieser Stelle betreibt. "Für uns ist das Ergebnis eine Enttäuschung, weil es unser Hauptstandort ist", sagte er und kündigte an, einen anderen Platz in der Innenstadt suchen zu wollen. "Auch ein festes Ladenlokal mit 50 bis 60 Quadratmeter", so Oberhoff.

Der Bönnsche Imbiss, der bis 2011 an dieser Stelle stand und seitdem in Oberkassel einen festen Standplatz hat, hatte ebenfalls den Hut in den Ring geworfen. "Für uns ist das Ergebnis aber kein Beinbruch", sagte Thomas Frommeyer ganz entspannt. Man habe es probiert, es habe nicht geklappt, man hege keinen Groll.

Vor fünf Jahren hatte der Bönnsche Imbiss für Aufregung gesorgt, als er eine Absage erhielt. Damals hatten viele Bonner protestiert, und es waren mehr als 3500 Unterschriften für einen Verbleib des beliebten Standes auf dem Markt gesammelt worden.