Svenja Schulze

Bundesumweltministerin zu Antrittsbesuch in Bonn

Umweltministerin Svenja Schulze (l.) mit BfN-Präsidentin Beate Jessel.

Umweltministerin Svenja Schulze (l.) mit BfN-Präsidentin Beate Jessel.

Bonn. Bundesumweltministerin Svenja Schulze besuchte das Heinrich-Hertz-Berufskolleg und das Bundesamt für Naturschutz in Bonn. Dabei verriet sie, welches Problem sie als Erstes angehen möchte.

Noch bevor Svenja Schulze (SPD), die neue Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit am Freitagmorgen zu ihrem Antrittsbesuch in das Bundesamt für Naturschutz (BfN) nach Rüngsdorf kam, folgte sie zusammen mit Bonns Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber (SPD) einer Einladung des Heinrich-Hertz-Europakollegs anlässlich des EU-Projekttages 2018.

Nach einer kurzen Präsentation durch den Schulleiter Markus Klasmeier zu den EU-Aktivitäten der Schule nahm sich die Ministerin Zeit, um mit den KFZ-Mechatroniker-Auszubildenden ins Gespräch zu kommen. Diese Begegnung sollte die Motivation der Berufsschüler steigern, „sich mit Themen der EU auseinanderzusetzen oder gar selber eine unserer zahlreichen Möglichkeiten eines Auslandsbesuchs in Anspruch zu nehmen“, so Schulleiter Klasmeier.

BfN-Präsidentin Beate Jessel empfing Schulze mit ihren Stellvertretern Thomas Graner und Alfred Herberg bereits vor dem BfN zu einem Fototermin, bevor sich die Ministerin zu internen Gesprächen mit der Bonner Behörde zurückzog, um sich umfassend über deren Arbeitsschwerpunkte zu informieren. In einem kurzen Vorgespräch machte Schulze deutlich, dass sie sich zu allererst um den Insektenschutz kümmern werde.

Wir erlebten momentan ein dramatisches Insektensterben, das die Natur insgesamt aus dem Gleichgewicht bringe. „Der Naturschutz ist mir eine Herzensangelegenheit, doch am Ende zählten nur die Taten“, so die Ministerin. Um eine biologische Vielfalt dauerhaft und aktiv sichern zu können, brauche ihr Ministerium die wissenschaftlichen Erkenntnisse des BfN als Basis für ein konkretes Handeln.

Als wissenschaftliche Behörde für den nationalen und internationalen Naturschutz und als Ressortforschungseinrichtung ist es Aufgabe des BfN, das Bundesumweltministerium fachlich in allen Fragen des Naturschutzes zu unterstützen. Dazu gehören der Meeresnaturschutz, eine naturverträgliche Landwirtschaft sowie soziale und ökonomische Fragen. Mit rund 480 Mitarbeitern hat das BfN seinen Hauptsitz in Bonn. Außenstellen befinden sich in Leipzig und auf der Insel Vilm.