CDU-Kandidatur von Matthias Herdegen

Bonner gibt im Rennen um Merkel-Nachfolge auf

Der Bonner Völkerrechtler Matthias Herdegen hält vorerst an seiner Kandidatur für den CDU-Vorsitz fest.

Matthias Herdegen.

Berlin. Der Bonner Völkerrechtler Matthias Herdegen zieht seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz zurück. Das bestätigte Herdegen dem General-Anzeiger am Mittwoch.

Anfang Oktober verkündete der Bonner Völkerrechtler Matthias Herdegen, beim  CDU-Parteitag für den Parteivorsitz kandidieren und damit voraussichtlich gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel antreten zu wollen. Er kritisierte ein „lediglich situatives Moderieren der schwierigen Situation“ und betonte die Grundwerte der CDU, die laut ihm nach wie vor lebendig seien. Herdegen ist Direktor des Instituts für Öffentliches Recht sowie Direktor am Institut für Völkerrecht  und Mitglied des Zentrums für Europäisches Wirtschaftsrecht der Bonner Universität. Nur einen Monat später bestätigte Herdegen dem GA auf Nachfrage seinen Rückzug aus dem Rennen.

„Inzwischen werden die Themen, die die Mitte der Gesellschaft und die Mitte der Partei umtreiben, auch von neuen Bewerbern um die Nachfolge von Frau Merkel aufgegriffen“, begründete Herdegen die Entscheidung auch gegenüber der „Welt“. Die „Mission“, die er gemeinsam mit anderen verfolgt habe, „die Partei inhaltlich wieder mit Leben zu füllen und dafür einen auch personellen Neuanfang zu fordern“, sei in den letzten Wochen weit vorangekommen, so Herdegen weiter.