Traditionelle Veranstaltung in Graurheindorf

Bonner feuern Teilnehmer beim Elefantenrennen auf dem Rhein an

Gute Laune beim Elefantenrennen auf dem Rhein.

Gute Laune beim Elefantenrennen auf dem Rhein.

Bonn. Das alljährliche Elefantenrennen des Wassersportvereins Blau-Weiß-Bonn begeistert am Sonntagnachmittag wieder zahlreiche Fans des Wassersports. Die warmen Temperaturen des Sommers machten sich aber bemerkbar.

Beim diesjährigen Elefantenrennen des Wassersportvereins Blau-Weiß-Bonn in Graurheindorf bekamen die Teilnehmer die Auswirkungen der hohen Temperaturen während der Sommermonate zu spüren. Einige Teams liefen auf Grund. Erstmals wurde ein Preis für das Team mit dem lautesten Fanclub vergeben.

27 Teams nahmen am Elefantenrennen teil. Als Vorbereitung für das Rennen musste eine provisorische Erweiterung des Stegs gebaut werden, um die Boote im tiefen Wasser erreichen zu können. Den Start machte traditionell das Team der Ex-Bonnas. In diesem Jahr als Elefanten verkleidet, musste das Damenteam jedoch gegen die Folgen der Trockenheit in der Region ankämpfen.

„Wir sind kurz hinter dem Wendepunkt auf Grund gelaufen“, sagte Annelie Friedrich. „Aber mit geballter Frauenpower haben wir uns da wieder rausgeholt.“ Auch ein starker Gegenwind habe das Boot ausgebremst. Das merkte man: Mit einer Zeit von drei Minuten und 55 Sekunden lagen die Ex-Bonnas rund 25 Sekunden hinter ihrer Zeit aus dem Vorjahr.

Erstmalig dabei waren die „Polka Dots“. Das Team aus Mitgliedern der Tanzgruppe der Karnevalsgesellschaft Blau-Weiß-Vorgebirge war in den vergangenen Jahren als Zuschauer dabei. „In so einem Boot hat aber noch nie jemand von uns gesessen“, erzählte Tina Johansson. Verkleidet als Aliens in grün und orange mit selbstgehäkelten Mützen kamen die „Polka Dots“ bei ihrem Debüt auf dem Rhein nach drei Minuten und 40 Sekunden ins Ziel. Das Team des Damenkomitees Honigsmöhne trug Trikots der deutschen Fußballnationalmannschaft, mit Deutschlandflaggen auf den Wangen und Hawaiiketten in schwarz-rot-gelb um den Hals.

Parteienderby zwischen CDU und SPD

Als „Die neue Mannschaft“ traten die Frauen mit viel Humor und Selbstironie ihre Fahrt auf dem Rhein an und erreichten schließlich nach vier Minuten und 15 Sekunden das Ziel. Das Parteienderby zwischen CDU und SPD ging in diesem Jahr unentschieden aus. Obwohl die CDU bis zur Wende eine Sekunde schneller war, konnte das Team der SPD-Nord auf dem Rückweg aufholen, sodass beide Teams mit einer Zeit von drei Minuten und 26 Sekunden ins Ziel kamen.

Neben den Preisen für das schnellste Team und das Team mit der ausgefallensten Verkleidung gab es in diesem Jahr einen dritten Preis. „Wir vergeben in diesem Jahr einen Preis an das Team, das bei der Zieleinfahrt am lautesten angefeuert wird“, sagte Sonja Harzheim, die das Rennen kommentierte. Das lauteste Jubeln erklang dabei nicht von den unparteiischen Zuschauern am Rhein, sondern von den konkurrierenden Teams auf der Terrasse des Wassersportveriens vereins. „Die Hauptsache ist ja auch der Spaß“, freute sich Harzheim.

Das Stiftungsfest des Vereins, in dessen Rahmen das Elefantenrennen stattfindet, geht am Montag ab 15 Uhr mit Kaffee und Kuchen, Kinderdisco und gemeinsamen Grillen los. Es schließt mit dem traditionellem Ausschank des „Gebrannten“.