Rheinaue in Bonn

Bonner feierten beim Panama Open Air Festival

Bonn. Am Freitag und Samstag ging es beim Panama Open Air Festival in der Bonner Rheinaue rund. Das wechselhafte Wetter und sogar eine Unterbrechung trübte die Feierlaune nicht.

Star-DJ Felix Jaehn steht auf einer kleinen Metalltreppe, die auf die Hauptbühne des Panama Open Air Festivals führt. Der 24-Jährige atmet im Backstage-Bereich durch, schaut noch einmal lachend zu den Fotografen bevor er die Treppenstufen zur Bühne erklimmt und schwungvoll auf sein DJ-Podest springt. Er reckt die Arme nach oben, er springt auf und ab und animiert tausende Fans, die dicht gedrängt vor der Bühne stehen, mitzuspringen. Während Felix Jaehn, der einer der Hauptkünstler des zweitägigen Electro-Festivals in der Bonner Rheinaue ist, verschiedene Knöpfe an seinem DJ-Set drückt und dreht, kommen aus den unzähligen Lautsprechern elektronische Beats und Gesang - darunter viele Lieder, die aus dem Radio bekannt sind.

Veranstalter Sandro Heinemann von RheinEvents hat während des Auftritts des 24-jährigen Star-DJs am Samstagabend kurz Zeit sich mal selber unter die Besucher des Festivals zu mischen. Zuvor war er pausenlos auf dem weitläufigen Gelände unterwegs, musste vieles regeln, entscheiden und delegieren. „Ich bin mit dem Festival sehr zufrieden, alles läuft planmäßig - auch das Camping hat in der Nacht von Freitag auf Samstag wunderbar funktioniert“, so Heinemann.

Das Electro-Festival mit 60 Künstlern auf fünf Bühnen hatte bereits am Freitagnachmittag begonnen. Rund 1000 Besucher hatten auf einem benachbarten Gelände ihre Zelte aufgeschlagen, so dass sie in direkter Nähe der Bühnen übernachten konnten. Veranstalter Heinemann ist zuversichtlich, dass insgesamt rund 25.000 Menschen das Festival besucht haben. Endgültige Zahlen stünden erst nach der Veranstaltung fest, so Heinemann.

 

Die elektronische Musik hat vor allem junge Fans: Das Panama Open Air Festival zieht Musik-Fans aus ganz Deutschland an, die zusammen friedlich in der Rheinaue feiern. Während einige Künstler harte und laute Beats ihren Zuhörern liefern, gibt es andere, die auf der Bühne mit Band singen, sich aber elektronischer Hilfsmittel bedienen. „Die Musik ist einfach wunderbar. Sie gibt einem ein gutes Gefühl und lässt den Alltag vergessen“, sagt die 18-jährige Nele aus Bonn. Außerdem könne man zu der Musik tanzen, wie man möchte. „Niemanden interessiert es, wie man es macht. Es ist sogar egal, welche Kleidung man trägt. Es gibt keinerlei Vorgaben“, erklärt Nele.

Ähnliches berichtet Luca. Die 19-Jährige ist eigentlich Heavy-Metal-Fan und ist ihren Freunden zur Liebe mit zum Panama-Festival gekommen. „Die Stimmung ist bei Electro immer fantastisch, das finde ich toll. Das alle Spaß haben und alles friedlich ist, ist doch das Wichtigste“, so Luca. Ihre Freundin Kristina ergänzt, dass man insbesondere bei Electro durch die harten Beats auch etwas im Körper spürt. „Die Musik macht etwas mit einem, man wird mitgerissen - vor allem eben durch die Beats“, erzählt die 22-Jährige. Da sei es auch egal, dass der ein oder andere Regentropfen auf das Festival-Gelände fällt, man tanze „die dunklen Wolken einfach weg“.

Lob gibt es von den Besuchern für das Line-Up, also die Zusammenstellung der Künstler. „Die Veranstalter haben es geschafft, eine Vielzahl der angesagtesten Künstler der Szene hier nach Bonn zu locken. Das ist toll und die Rheinaue ist für die Veranstaltung perfekt“, freut sich Besucher Tobias. Nächstes Jahr möchte der Wiesbadener auf jeden Fall wieder nach Bonn kommen. „Ich bin schon gespannt, wer dann auf der Bühne steht und überlege, ob ich dann nicht auch auf dem Campingplatz zelte“, so der 29-Jährige.