Forstarbeiten am Venusberg

Bonner Stadtwald bekommt neue Wege

Waldwege am Venusberg im Hauweg

Waldwege am Venusberg im Hauweg

HARDTBERG/VENUSBERG. Die Stadtförsterei bessert die Wege rund um den Venusberg aus. Die Bauarbeiten sollen bis Ende Oktober beendet sein.

Die Herbstzeit ist für die Stadtförsterei eine Zeit des Umbruchs. Die 21 Mitarbeiter von Stadtförster Sebastian Korintenberg gehen mit großen Schritten auf den arbeitsreichen Winter zu. Vor allem rund um den Venusberg macht sich das bemerkbar. Die Stadt lässt gerade durch eine Firma auf einer Gesamtstrecke von 300 Metern und drei Metern Breite die Asphaltdecke im Hauweg erneuern, außerdem werden dort seitlich Schotterbankette angelegt. Diese Bauarbeiten sollen bis Ende Oktober dauern.

Im Rochusweg östlich der Universitätsklinik entsteht seit diesem Montag auf 270 Metern Länge und zweieinhalb Metern Breite eine neue Asphaltdecke, hier sind ebenfalls Schotterbankette angelegt. Hier dauert die Erneuerung voraussichtlich bis Ende November. Die Gesamtkosten für die beiden Sanierungen betragen 180.000 Euro.

„Es wird aber kein zusätzlicher Weg asphaltiert“, betont Stadtförster Sebastian Korintenberg. Im Gegenteil würden einige Asphaltwege zu Naturwegen umgestaltet. Die genannten Decken seien im Laufe der Jahre porös geworden. Zu einer asphaltierten Befestigung greift die Stadt nur vergleichsweise selten in ihrem Stadtwald: 85 bis 90 Prozent der Wege werden richtig versiegelt. Die Gesamtlänge aller Verbindungen liegt schätzungsweise bei hundert Kilometern. Die Stadt eruiert zurzeit, wie viele es genau sind.„Asphalt ist vor allem sinnvoll, wenn es richtig steil wird“, sagt Korintenberg und begründet das mit abfließendem Regenwasser, das natürliche Materialien schnell wegspült.

Naturwege können selbst gestaltet werden

Für die übrigen Wege greift die Stadtverwaltung am liebsten zu Materialien wie dem genannten Schotter, Basalt, Lavasteinen, Kalkstein oder Grauwacken, um die Natur möglichst zurückhaltend zu flankieren. „Auch in den kommenden Wochen werden wir Wege ausbessern“, erklärt der Förster. Mit wir meint er das 21-köpfige Team der Stadtförsterei, zu dem vier Auszubildende zählen, weitere vier absolvieren ein Freiwilliges Soziales Jahr.

Die Naturwege können die Mitarbeiter überwiegend selbst legen. Sie greifen dafür entweder auf eigenes Werkzeug zurück oder das von anderen städtischen Betrieben wie dem Grünflächenamt. Bei größeren Eingriffen werden allerdings Fremdfirmen beauftragt. Wie viel Strecke in diesem Jahr tatsächlich saniert werden muss, kann Korintenberg nicht genau sagen. Allerdings war es in den vergangenen beiden Jahren mehr als zuvor. „Es hat viel geregnet. Die Nässe verschlechtert den Straßenzustand“, sagt Korintenberg, der in der Regel im Frühjahr nach dem Frost durch das Revier fährt und eine Bestandsaufnahme macht.

Auf beiden Seiten der Venner Straße südlich des Venusbergs rollt derzeit ebenfalls ein Bagger, um Schlaglöcher zu beseitigen und Entwässerungsrinnen anzulegen. Sie werden zunächst modelliert und anschließend festgewalzt, damit sie möglichst lange halten.

Die Pflege des Waldes steht bis in die arbeitsintensiven Wintermonate an. Man arbeitet sich in Blöcken vor und beginnt im Melbtal am Bodelschwinghweg zwischen Venusberg und Ippendorf.