Plage im Stadthaus

Bonner Politik diskutiert über Kater zur Mäusejagd

Katz-und-Maus-Spiel

Die Bonner Politik diskutiert über einen Kater als Lösung für die Mäuseplage.

Bonn. Zur Bekämpfung der Mäuseplage im Stadthaus wird in der Bonner Politik über die Anschaffung eines "Amtskaters" diskutiert. Die Stadtverwaltung hat eine klare Meinung zu dem Thema.

Zur Bekämpfung einer Mäuseplage im Stadthaus wird in Bonn über die Anschaffung eines „Amtskaters“ diskutiert. Eine kleine Ratsfraktion hat einen entsprechenden Antrag gestellt und argumentiert, dass der Einsatz von Katzen zur Mäusejagd „seit mehreren tausend Jahren praktiziert“ werde. In London tue zudem Kater Larry in der Amtswohnung von Premierministerin Theresa May als oberster Mäusejäger des britischen Kabinetts erfolgreich seinen Dienst. Die Fraktion „Die Sozialliberalen“ fordert daher, einen solchen Kater auch für das von Mäusen geplagte Bonner Stadthaus anzuschaffen.

Doch vermutlich wird künftig kein „Oberster Mäusejäger der Stadt Bonn“ auf seinen Pfoten durch die Gänge des Stadthauses huschen. Die Verwaltung empfiehlt, den Antrag der Sozialliberalen abzulehnen. „Großraumbüros oder ähnliche Räume sind kein geeignetes Jagdrevier für Katzen“, heißt es in der Stellungnahme der Verwaltung.

Alleine aus Sicherheitsgründen sei die Anschaffung eines Amtskaters nicht möglich. Brandschutztüren mit Katzenklappe entsprechen wohl nicht den Vorschriften. Auch das Szenario, zum Dienstbeginn eine tote Maus auf dem Schreibtischstuhl vorzufinden, ist den Mitarbeitern des Stadthauses vermutlich zuwider.

Nach Angaben der Verwaltung, habe die Stadt Bonn bereits Erfahrungen mit Amtskatern. In der Wohnung des städtischen Hausmeisters verrichtete einst Kater Paul „erfolgreich seinen Dienst“. 2016 habe er seine letzte Jagd angetreten, heißt es in der Mitteilung. Auf einen Nachfolger sei dann verzichtet worden. Am Donnerstag diskutiert der Hauptausschuss dennoch über den Antrag.