Ordnungsdienst

Bonner Koalition will sechs neue Verkehrskontrolleure

Zwei Männer des städtischen Ordnungsdienste auf Streife in der Poststraße.

Zwei Männer des städtischen Ordnungsdienste auf Streife in der Poststraße.

BONN. Die Stadt soll sechs zusätzliche Stellen im Ordnungsdienst schaffen. Das geht aus einem Antrag der Jamaika-Koalition für den Hauptausschuss hervor. Das zusätzliche Personal soll mehr Verkehrskontrollen durchführen.

Schwerpunkt wäre, dafür zu sorgen, dass Radwege und Bürgersteige freigehalten werden. Der Prüfauftrag soll auch eine Kosten-Nutzen-Rechnung zum Grad der Refinanzierung enthalten. Verkehrskontrolleure generieren schließlich durch das Schreiben von Strafzetteln Einnahmen für die Stadtkasse.

In einer ersten Stellungnahme teilt die Verwaltung mit, dass nach ihren Berechnungen Mitarbeiter auf vier zusätzlichen Stellen sich selbst refinanzieren würden, eine entsprechende Beschlussvorlage wäre zügig möglich. Ob das auch für zwei weitere Stellen gilt, will sie bis Juli klären. Dann wird sie im Personal-Unterausschuss ein Strategie-Papier für Sicherheit und Sauberkeit vorlegen. Mit dem Zusatzpersonal wären häufigere Kontrollen und eine Ausweitung der Einsatzzeiten zu stemmen.

Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub Bonn (ADFC) hält sechs Stellen für zu wenig. Es müssten mindestens zehn zusätzliche Stellen her. „Falschparken auf Geh- und Radwegen, das Zuparken von Rettungswagen und die Behinderung Buslinien und Straßenbahnen sind in der gesamten Stadt ein Ärgernis“, sagte Werner Böttcher, verkehrsplanerischer Sprecher des ADFC.

Seit Jahren werde der Ordnungsdienst kaputt gespart. Autofahrer könnten recht gefahrlos Radwege zuparken, Rettungswege blockieren. Die zusätzlichen Mitarbeiter sollten, so Böttcher, aber nicht nur Falschparker in den Blick nehmen, sondern sich auch um den Zustand von oft zugemüllten Wegen kümmern.