Bombendrohung

Bonner Hauptbahnhof musste geräumt werden

25.03.2016 Bonn. Für Aufregung hat am Freitagnachmittag ein bisher Unbekannter gesorgt: Der Mann hatte telefonisch mit einer Bombe im Bonner Hauptbahnhof gedroht. Der Bahnhof wurde daraufhin für rund drei Stunden lang voll gesperrt.

Laut der Polizei war gegen 16.15 Uhr bei der Bonner Feuerwehr ein Drohanruf eingegangen. Ein Mann hatte in gebrochenem Deutsch gedroht, im Bonner Hauptbahnhof sei eine Bombe deponiert.

Wie ein Polizeisprecher dem GA mitteilte, hatte der Mann aus einer Telefonzelle am Kaiser-Karl-Ring in der Nähe der LVR-Klinik angerufen. Zeugen hatten dort einen südländisch aussehenden Mann beobachtet, der sich zum Zeitpunkt des Anrufs in der Nähe der Telefonzelle aufgehalten hatte. Der Mann soll etwa 1,80 Meter groß sein und eine rote Jacke getragen haben. Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach dem bisher Unbekannten.

Regionalexpress wurde evakuiert

Landes- und Bundespolizei rückten nach dem Anruf umgehend mit einem Großaufgebot aus. "Vor dem Hintergrund der derzeitigen Gesamtsicherheitslage“ habe man sich kurzerhand entschlossen, den Hauptbahnhof zu räumen. Ein kurz zuvor eingefahrener Regionalexpress musste evakuiert werden. Wie der Polizeisprecher unserer Reporterin vor Ort mitteilte, hätten sich alle Reisende verständnisvoll gezeigt und den Bahnhof ruhig verlassen. Sprengstoff-Spürhunde wurden angefordert, die das Areal durchsuchten. Gegen 19 Uhr dann die Entwarnung: Es wurde keine Bombe gefunden. Die Sperrung wurde daraufhin aufgehoben.

Bahn leitete Bahnen über Beuel um

Laut der Deutschen Bahn wurden Züge unter anderem über den Bahnhof Beuel umgeleitet. Straßenbahnen und Busse waren von der Sperrung des Hauptbahnhofs nicht betroffen.

(M. Wrobel, L. Inhoffen, S. Fink, J. Kleinert)