Ein Gottesdienst im Grünen

Bonner Gemeinden feiern gemeinsam Schöpfungstag im Botanischen Garten

Puppe Cypri erfährt von Pfarrer Thomas Schüppen, wie ihr Kastanienbaum wachsen kann.

Puppe Cypri erfährt von Pfarrer Thomas Schüppen, wie ihr Kastanienbaum wachsen kann.

POPPELSDORF. Es gibt wohl keinen schöneren Ort in Bonn, wo man einen Gottesdienst abhalten kann als im Botanischen Garten. Das dachte sich auch die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) und verlegte ihr ökumenisches Fest mitten in den Park direkt am Melbweiher.

Weltweit erinnerten Christen am Samstag beim internationalen Schöpfungstag an den Umweltschutz. Vorab gab es eine Führung für Familien und Kinder zu Biblischen Pflanzen des Gartens.

"»Wir schaffen das.« Dieser viel zitierte Satz von Kanzlerin Merkel soll uns Mut machen und die Hoffnung in uns bewahren. Hoffnung, die Natur zu bewahren und an die nächste Generation weiter zu geben." Mit diesen Worten begrüßte der Vorsitzende der ACK, Pfarrer Thomas Schüppen, die rund 100 Anwesenden. Anschließend sangen die Menschen gemeinsam "Gloria" und "Kyrie" und wurden dabei von Blechbläsern begleitet. 

Dass Gott nicht willkürlich unsere Welt erschaffen hat, fasste Ingeborg Schubbe der Selbstständigen Evangelisch-Lutherischen Gemeinde zusammen: "Du liebst alles, was du gemacht hast, denn hättest du es gehasst, hättest du es auch nicht erschaffen." Und bittet damit, Gottes Schöpfung ebenfalls zu lieben und sich insbesondere um die Natur zu kümmern.

Einen tollen Programmpunkt für die Kleinsten bildete der Dialog von Schüppen und der Puppe Cypri über den Erhalt der Natur. Gespielt wurde der kleine Junge mit der Löwenmähne von Katja Kirscht, die seit 15 Jahren im Kindergottesdienst tätig ist.

Cypri möchte einen Kastanienbaum wachsen lassen und fragte die Kinder: "Was muss ich tun, damit mein Baum riesig groß wird?" Und die Kleinen riefen laut: "Viel Wasser gießen." Damit der kleine Baum es immer schön warm hat, legte Cypri ihm einen Schal um. "Das ist zwar sehr lieb von dir, bringt aber leider nicht viel", sprach Schüppen zu Cypri. Jetzt mussten auch die Erwachsenen lauthals lachen.

Die Menschen hätten von Jesus den Auftrag bekommen, sich um die Umwelt zu kümmern, sagte der Pfarrer: "Es sollte in den Nachrichten mehr über gute Taten berichtet werden. Dann nehmen sich andere vielleicht ein Beispiel daran."