Wettbewerb im Brückenforum

Bonner Band Millennia gewinnt bei Toys2Masters

Bonn. Guter Rock und viele Fans: Mit dieser Kombination hat es die Bonner Band Millennia geschafft. Am Samstag sicherten sich die Fünf nach einem phänomenalen Auftritt den Sieg bei Nordrhein-Westfalens größtem Nachwuchsbandwettbewerb Toys2Masters.

Damit krönten sie eine seit März dauernde Erfolgsgeschichte. Wieder einmal sorgten vor allem der charismatische Gesang von Alassio Schröder und das virtuose Gitarrenspiel von Fabian Jehnen für Begeisterung, doch auch die anderen Musiker agierten auf erfreulich hohem Niveau.

Damit setzten sie sich gegen 75 andere Bands durch und können sich nun unter anderem über einen mehrtägigen Studioaufenthalt, einen garantierten Slot auf der Hauptbühne von Rhein in Flammen sowie die Bewerbung zum Popcamp des Deutschen Musikrates freuen.

Zugleich bewies das diesjährige Finale, dass Qualität alleine heutzutage offenbar nicht mehr ausreicht. Oder nicht immer angemessen gewürdigt wird. Warum die David Nevory Band und The Doghunters, ohne Zweifel zwei der musikalisch innovativsten Bands der vergangenen Jahre, sich mit den beiden letzten Plätzen begnügen mussten, während die Kölner Liedermacher-Clowns von Zufällig Hier mit ihrer in der Tat sehr unterhaltsamen, aber von Spielfehlern gespickten Darbietung beinahe noch selbst den Sieg erlangt hätten, erschien kaum nachvollziehbar.

Andererseits: Abgesehen von dem Sprung Millennias an die Spitze entsprach die finale Rangliste exakt der Auftrittsreihenfolge. Und die wiederum orientierte sich an der Anzahl der verkauften Tickets durch die jeweilige Band.