Clemens-August-Straße in Poppelsdorf

Bonnanza darf Außenterrasse auf Parkplätzen errichten

Spesen und Getränke an der Bordsteinkante: Das Burgerrestaurant hat eine Ausnahmegenehmigung der Stadt.

Spesen und Getränke an der Bordsteinkante: Das Burgerrestaurant hat eine Ausnahmegenehmigung der Stadt.

POPPELSDORF. Bis Ende Oktober fällt an der Clemens-August-Straße Parkraum weg. Stattdessen darf dort ein Burger-Restaurant ihre Außenterrasse aufbauen. Bei der notorischen Parkplatznot in Poppelsdorf ärgert das Anwohner.

Die Poppelsdorfer Meile ist Kult: ob Cocktails an einer Bar, spanische Tapas, moderne Burger oder Public Viewing bei Fußballspielen. Doch wer nicht in unmittelbarer Nähe der Clemens-August-Straße wohnt, der muss Geduld haben, bis er sich in einem der Restaurants niederlassen kann. Rund um die Kneipenszene sind kostenlose Parkplätze Mangelware.

Denn nicht nur auf den Parkplätzen hinter der Autobahnüberbauung müssen entsprechende Tickets gezogen werden. Wer sein Fahrzeug ohne entsprechendes Billet auf den gekennzeichneten Uniparkflächen in der Nachbarschaft abstellt, der muss ebenfalls tief in die Tasche greifen.

„Ich komme wirklich gerne nach Poppelsdorf“, erzählt Klaus Schlander, der gerade drei Runden gedreht hat, bis er endlich eine kostenlose Parklücke in einer Seitenstraße gefunden hat. „Doch diese endlose Suche und die Gebühren, die auch noch spät abends fällig sind, verderben mir zunehmend den Spaß – und den Appetit.“ Dabei hebt sich Poppelsdorf seiner Meinung nach von Nord- und Südstadt deutlich ab.

 

„Hier trifft man nicht nur 'Schickimicki', junges Volk oder Alternative. Das Publikum ist total gemischt. Das mag ich sehr.“ Er ärgert sich besonders darüber, dass wieder ein Parkplatz weggefallen ist. Denn dort, wo bisher noch Autos standen, hat jetzt ein Burger-Restaurant Tische und Stühle aufgestellt. „Wer soll sich da hinsetzen, wenn man schon genervt ist, bis man die Speisekarte in die Hand nehmen kann?“, fragt der Informatiker.

Dass seit April auf der Poppelsdorfer Meile ein Pkw-Stellplatz zusätzlich zur bestehenden Außengastronomie von einem Restaurantbetreiber genutzt wird, bestätigt die Stadt. Allerdings gilt diese Regelung nur bis zum 31. Oktober. „Die Erlaubnis geht zurück auf einen Beschluss des Hauptausschusses aus dem Jahr 2015“, erklärt Stefanie Zießnitz vom Presseamt auf GA-Anfrage. Damit soll Gastronomen, die keine Möglichkeit haben, ihre Gäste außen zu bewirten, eine Nutzung ermöglicht werden.