"Humanitäre Geste"

Bonn will Flüchtlinge der "Lifeline" aufnehmen

Die maltesischen Behörden werfen der Dresdner Organisation Mission Lifeline vor, dass ihr Schiff "staatenlos" gewesen sei und keine ordentliche Registrierung gehabt habe.

Die "LIfeline" liegt derzeit vor Malta.

BONN. Die Stadt Bonn hat sich bereit erklärt, Flüchtlinge vom Rettungsschiff "Lifeline" aufzunehmen. Das teilte die Verwaltung am Donnerstag mit. Konkret soll es um eine Familie oder kleine Gruppe gehen.

Die Stadt Bonn ist bereit, einige der 200 Flüchtlinge vom Rettungsschiff "Lifeline" aufzunehmen, das derzeit vor Malta liegt. "Wir betrachten dies als humanitäre Geste und können so einen Beitrag zur Lösung der Verteilproblematik leisten", sagte Oberbürgermeister Ashok Sridharan laut Mitteilung der Verwaltung. Helfen zu können, so der OB,  "ist ein Privileg".

Die Stadt könne sich vorstellen, eine Familie oder eine kleine Gruppe vorerst unterzubringen. Die Kapazitäten in den Flüchtlingsunterkünften reichen dafür aus. Die Stadt werde das Angebot jetzt an die Bundesregierung richten.

In den Unterkünften der Stadt Bonn sind derzeit 1873 Geflüchtete untergebracht. Insgesamt leben knapp 5600 Menschen mit einem Aufenthaltsstatus in der Stadt.