Stadtrat genehmigt Umgestaltung

Bonn plant Aufzug vom Rheinufer zum Stadtgarten

Der Bonner Stadtgarten.

Archivfoto.

Bonn. Der Bonner Stadtgarten soll in naher Zukunft umgestaltet werden. Die Stadt muss für das Projekt allerdings erheblich tiefer in die Tasche greifen als gedacht. Geplant ist auch ein Aufzug vom Rheinufer aus.

Die erste Bauabschnitt zur Umgestaltung des Areals zwischen Stockenstraße und Altem Zoll samt Stadtgarten kann in Angriff genommen werden. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Dienstagabend einer entsprechenden Dringlichkeitsentscheidung des Oberbürgermeisters grünes Licht erteilt.

Die Dringlichkeitsentscheidung war notwendig geworden, um diesen Bauabschnitt des Projekts innerhalb des Masterplans Innere Stadt noch vor Beginn des Beethoven-Jubiläumsjahres 2020 umsetzen zu können. Hintergrund: Die Stadt Bonn muss für das mit rund 1,7 Millionen Euro kalkulierte Projekt erheblich tiefer in ihre Tasche greifen als gedacht. Die Verwaltung war ursprünglich von einer 70-prozentigen Förderung durch das Land NRW ausgegangen, doch die fällt mit rund 422.000 Euro deutlich niedriger aus als angenommen.

Auf die Nachfrage von CDU-Ratsherr Bert Moll, warum diese Information erst so spät bekannt geworden sei, erklärte Stadtbaurat Helmut Wiesner freimütig: "Wir haben erst im März erfahren, dass es viel weniger Mittel vom Land geben wird. Das hat uns sehr überrascht, zumal wir vorher im ständigen Dialog mit der Bezirksregierung Köln waren. Damit haben wir nicht gerechnet."

Wichtigste Bestandteile der Planungen sind großzügigere Wege zwischen Stockenstraße und Altem Zoll sowie ein barrierefreier Zugang von der Rheinufer-Promenade zum Stadtgarten durch einen Aufzug.