Beschluss vom Dieselgipfel in Berlin

Bonn bekommt 35 Millionen Euro für "Saubere Luft"

Der Maßnahmenkatalog sieht verschiedene Projekte im öffentlichen Nahverkehr vor, unter anderem eine Taktverdichtung bei den Stadtbahnen, hier die Haltestelle Olof-Palme-Allee.

Die Anträge zur das Programm "Saubere Luft" in Bonn sind bewilligt worden.

Bonn. Für das 365-Euro-Ticket und für Taktverdichtungen bei Bus und Bahn erhält die Stadt Bonn aus Bundesmitteln 35 Millionen Euro. Darüber hinaus könnte die Stadt noch von weiteren Geldern des Bundes profitieren.

Die Anträge aus Bonn für das Sofortprogramm Saubere Luft sind von der Bundesregierung im Rahmen des Dieselgipfels am Montag bewilligt worden. Demnach können in den kommenden zwei Jahren rund 35 Millionen Euro in die Bundesstadt fließen, wie die Stadt Bonn mitteilt. Das Geld soll unter anderem für das 365-Euro-Ticket und für Taktverdichtungen bei Bus und Bahn eingesetzt werden.

Darüber hinaus könnte Bonn von weiteren Bundesmitteln profitieren. 500 Millionen Euro will die Bundesregierung im Rahmen des Sofortprogramms den Kommunen zur Verfügung stellen. Bonn habe gute Aussichten, die Umrüstung seiner Busflotte auf Elektrofahrzeuge finanziert zu bekommen, so die Stadt. Des Weiteren stehen weitere 430 Millionen Euro für die Umrüstung von Lastwagen und Lieferfahrzeugen zur Verfügung, von denen ebenfalls Teile nach Bonn fließen können.

"Die Runde war sich einig, dass das gemeinsame Ziel, die Luft deutlich zu verbessern und Dieselfahrverbote zu vermeiden, im Vordergrund stehen müsse", wird OB Sridharan in der Mitteilung zitiert. "Wir hoffen jetzt auf eine möglichst unbürokratische Bearbeitung der vorliegenden Anträge, damit wir sobald wie möglich starten können", so der Oberbürgermeister nach dem Treffen im Bundeskanzleramt weiter.