Eröffnung am 24. November

Bollwerke sollen Bonner Weihnachtsmarkt sichern

Blick auf den Bonner Weihnachtsmarkt auf dem Münsterplatz.

Blick auf den Bonner Weihnachtsmarkt auf dem Münsterplatz.

Bonn. Am 24. November öffnet der Bonner Weihnachtsmarkt. Um den Tausenden Besuchern ein möglichst sicheres Gefühl zu geben, sollen Barrieren den Markt sichern.

Der Bonner Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden. Wie die Stadt mitteilte, sei man derzeit in intensiver Abstimmung mit der Polizei. Eine besondere Gefährdungslage liegt nicht vor. Am Freitag, 24. November, beginnt der große Innenstadtmarkt und wird bis zum 23. Dezember täglich ab 11 Uhr geöffnet sein. Nur am Totensonntag, 26. November, bleibt er geschlossen. Auch in den Bezirken und Ortschaften finden vorweihnachtliche Märkte statt. Am Sonntag, 17. Dezember, ist verkaufsoffen.

Nach dem Anschlag mit mehreren Toten auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz an der Gedächtniskirche im vergangenen Jahr stehen Marktleitung, städtischer Ordnungsdienst und Polizei in engem Kontakt, um den Tausenden Besuchern ein möglichst sicheres Gefühl zu geben. Damals raste der islamistisch motivierte Attentäter Anis Amri mit einem Sattelzug in eine Menschenmenge.

Eine konkrete Gefährdung liegt hier nicht vor: Borchert zufolge werden an insgesamt drei Stellen auf dem Bonner Weihnachtsmarkt Barrieren errichtet: am Martinsplatz nahe dem Münster, am Mülheimer Platz vor dem Haus der Bildung und auf dem Friedensplatz in der Verlängerung der Sternstraße. Wie genau die Bollwerke im Sicherheitskonzept aussehen werden, darüber seien Stadt und Sicherheitsbehörden noch in der Detailabsprache.

Borchert: „Sicherheit ist ein dynamischer Prozess.“ Wahrscheinlich seien quergestellte Fahrzeuge, wie man sie in Bonn als erste Reaktion auf den Berliner Anschlag benutzte. „Aber Betonpfeiler sind auch im Gespräch“, so Borchert. Allerdings müsse gewährleistet sein, dass die Anlieferung für Weihnachtsmarkt und Geschäfte funktioniere. Günter Dick, Leiter der Bürgerdienste, erklärte, dass die Stadt grundsätzlich überlege, feste Betonpfeiler am Cityrand zu installieren. Eine entsprechende Vorlage für die Kommunalpolitik sei in Arbeit.

Die Polizei errichtet ihre mobile Anlaufstation auf dem Münsterplatz neben dem Münster. Behördensprecher Michael Beyer: „Wir werden mit starken Kräften – uniformiert und in Zivil – vor Ort sein.“ Der Ordnungsdienst ist an der Vivatsgasse/Ecke Sternstraße stationiert. Zwischen Münsterplatz und Friedensplatz sowie auf der Poststraße werden 185 Verkaufsstände zu finden sein: Knapp ein Drittel sind Imbissstände, die übrigen bieten Weihnachtsware und Kunsthandwerk.

Das Marktamt sorgt alljährlich für etwas Fluktuation bei den Beschickern. Die Soll-Vorgabe liegt bei zehn Prozent der Gesamtteilnehmerzahl. „Dieses Mal haben wir beispielsweise erstmals einen Anbieter von Hirtenbrot und -käse mit dabei“, sagte Harald Borchert, Abteilungsleiter Märkte bei den städtischen Bürgerdiensten. Im Aktionshaus können Kinder montags bis freitags von 16 bis 19 Uhr und an den Wochenenden von 13 bis 19 Uhr betreut werden.

Nicht vertreten sind die Bonner Kirchen, die sich alljährlich mit der Kirchenmeile vor dem Bonner Münster beteiligt hatten. Wegen der Münster-Baustelle finden die Hütten dort diesmal keinen Platz. „Dass wir nach vielen guten Jahren jetzt auf die Kirchenmeile verzichten müssen, tut mir sehr leid“, sagt Stadtdechant Monsignore Wilfried Schumacher gegenüber dem GA. Alternative Standorte seien geprüft worden, hätten sich aber nicht als tragfähig erwiesen.

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