Viktoriaviertel in Bonn

Blow Up: Pressekonferenz am Dienstag

Auch das ist das Blow Up: der Autor und Dramaturg Lother Kittstein bei einer Lesung im Nachtclub.

Lesungen wie diese könnten bald nicht mehr im Blow Up an der Rathausgasse stattfinden.

Bonn. Im Rahmen einer Pressekonferenz werden das Blow Up und die Initiative "Viva Viktoria" am Dienstagvormittag ihre Kampagne "Rettet das Blow Up - Jetzt!" und geplante Maßnahmen gegen die Schließung des Bonner Nachtlokals vorstellen. Nächsten Mittwoch soll eine Demonstration stattfinden.

Der Mietvertrag des Nachtclubs läuft zum 30. Juni aus. Laut einer am Sonntag veröffentlichten Pressemitteilung der Bürgerinitiative Viva Viktoria weigere sich die Signa-Holding, den auslaufenden Mietvertrag zu verlängern.

Für den 11. Mai haben die Initiatoren eine Demonstration gegen die Schließung angekündigt, die im wöchentlichen Rhythmus mittwochs stattfinden soll. Für die Auftaktdemonstration haben auf Facebook bis Montagnachmittag bereits über 200 Personen ihre Teilnahme angekündigt sowie fast 700 Personen ihr Interesse an der Kampagne bekundet. In Kürze sollen auf der Facebookseite nähere Informationen zu den Entwicklungen veröffentlicht werden. Der Betrieb des Blow Up soll jedoch wie gewohnt stattfinden, heißt es auf der Facebookseite.

Die Signa-Holding plante das Viktoriakarree zu einem Einkaufszentrum und einer Bibliothek für die Bonner Universität umzubauen. Dafür hatte das Unternehmen mehrere Gebäude in dem Viertel an der Rathausgasse gekauft. Das Bürgerbegehren von Viva Viktoria und der Stadtrat verhinderten jedoch den Verkauf der benötigten städtischen Grundstücke. Signa zog schließlich vor die Kölner Vergabekammer um die Pläne für das Viktoriakarree doch noch realisieren zu können.