Kämpfer für Frieden und Gerechtigkeit

Bewegender Abschied von Mani Stenner

Die Pace-Regenbogenfahne, das internationale Symbol der Friedensbewegung, umhüllte den Sarg.

BONN. Familie, Freunde, Kollegen und Weggefährten nahmen am Samstagnachmittag in der Endenicher Trinitatiskirche Abschied von Mani Stenner. Im Alter von nur 60 Jahren war der langjährige Geschäftsführer des Netzwerks Friedenskooperative am 17. Juli einem Herzinfarkt erlegen. Stenners Lebensaufgabe, der Kampf für Frieden und Gerechtigkeit, war auch während der bewegenden Trauerfeier allgegenwärtig.

Auf dem Sarg lag eine Pace-Regenbogenfahne, ein internationales Symbol der Friedensbewegung. Seit den frühen 1980er Jahren hatte Stenner sich in der Friedensbewegung engagiert - sein Lebenswerk wurde noch einmal deutlich, als Freunde und Weggefährten sich erinnerten und zur Trauergemeinde sprachen.

"Wir haben einen wichtigen, absolut verlässlichen Bündnispartner und klugen Mitstreiter verloren", sagte Werner Rätz, einer der Initiatoren von Attac Deutschland. Sehr bewegende Worte und Erinnerungen kamen von Udo Behrendes. Der ehemalige Polizist hatte mit Stenner das "Bonner Forum BürgerInnen und Polizei" gegründet - einen Dialogkreis zwischen Polizisten und Menschen aus der Friedens- und Bürgerrechtsbewegung.

"Mani hat Freiheit und Verantwortung gelebt. Er war ein Verfassungsschützer", sagte Behrendes. An seine gemeinsame Zeit mit Mani Stenner erinnerte auch Jürgen Repschläger, Ratsherr der Linkspartei, und versprach: "Mani, der Kampf geht weiter."

Christine Schweitzer, Redakteurin des vom Netzwerk Friedenskooperative herausgegebenen "Friedensforum", machte deutlich, dass die Arbeit fortgeführt werde. "In mehreren Mails wurde ich danach gefragt - selbstverständlich machen wir weiter. Das sind wir Mani schuldig."