Matrose Beethoven bei der "Bonn" an Bord

Bertolt-Brecht-Gesamtschüler gestalten maritimes Kunstwerk

Björn Laue (v. l.), Julia Berndes, Hans-Joachim Heldt und Bode Buhse zeigen die Statue, die mit der EGV Bonn in See sticht.

Bonn. Ein weißes Tuch verhüllt das Werk, es ragt ein Tau heraus, ein bisschen Farbe schimmert durch, und auch der Sockel ist zu sehen - mehr nicht. "Ich sehe nur blau und das macht mich froh", sagte Hans-Joachim Heldt, ehemaliger Botschafter und Vorstandsvorsitzender des Freundeskreises Einsatzgruppenversorger (EGV) Bonn

Das Marine-Schiff mit dem Namen der Bundesstadt wird in Kürze in Dienst gestellt. Gespannte Erwartung in der Bertolt-Brecht-Gesamtschule, dann wird das Werk enthüllt, und hervor kommt eine große Beethoven-Statue in Matrosenuniform.

Gestaltet wurde die Figur von 15 Schülern des Kunstleistungskurses der Gesamtschule. "Das war eine große Herausforderung für die Schüler. Zuerst hatten sie viel Respekt vor der Aufgabe. Doch am Ende waren sie erstaunt, was sie geschafft hatten", sagte Julia Berndes.

Die Kunstlehrerin war beim Festakt am Samstag sichtlich stolz auf ihre Schüler: "Wir alle sind sehr zufrieden mit der Arbeit." Voll des Lobes war auch Bodo Buhse, Schatzmeister des Freundeskreises und Mentor das Aktion: "Mich hat das Kunstwerk echt vom Stuhl gehauen."

Finanziell unterstützt von den Geschäftsstellen Endenich und Tannenbusch-Mitte der Sparkasse KölnBonn hatte Buhse die Aktion mit der Gesamtschule initiiert. "Als Freundeskreis wollten wir dem Schiff ein Aushängeschild mitgeben, dass Bonn auf der ganzen Welt repräsentiert. So entstand die Idee, Beethoven als Matrose an Bord zu schicken", sagte Buhse.

"Uns begegnet in Bonn eine riesige Welle der Sympathie und wir freuen uns, das wir die Beethoven-Statue künftig in allen Häfen, die wir anlaufen, repräsentativ aufstellen können", sagte Kommandant Björn Laue, der mit einem Teil der Besatzung des EGV Bonn zum Festakt gekommen war. "Wir werden immer wieder Fotos machen und sie nach Bonn schicken. So auch vom ersten Hafen, den wir anlaufen. Wir legen im März 2014 in New York an und werden die Stadt dort bei der UNO repräsentieren", kündigte Laue an.