Sporen können allergische Reaktionen auslösen

Berg-Ahorne in Bonn von Rußrindenkrankheit befallen

BONN. In Bonn sind mehrere Berg-Ahorne von der Rußrindenkrankheit befallen. Die Pilzerkrankung lässt die Bäume absterben, zudem können die Sporen bei Menschen allergische Reaktionen hervorrufen. Die Stadt will die betroffene Bäume fällen.

In Bonn sind mehrere Berg-Ahorne von der Rußrindenkrankheit befallen. Die Pilzerkrankung lässt die Bäume absterben, zudem können die Sporen bei Menschen allergische Reaktionen hervorrufen. Die Bonner Verwaltung will am Donnerstag in einer Pressekonferenz über die genauen Ausmaße informieren. In anderen Städten mussten schon viele Bäume mit aufwendigen Schutzmaßnahmen gefällt werden.

Ausgelöst wird die Rußrindenkrankheit durch den Pilz Cryptostroma corticale, der ursprünglich aus Nordamerika stammt. In Deutschland wurde er erstmals 2005 in Baden-Württemberg nachgewiesen. Der Pilz lebt eigentlich endophytisch, also im Inneren der Pflanze, und gilt als Schwächeparasit, dessen Befall bei gesunden Wirtsbäumen in der Regel keine Symptome verursacht, heißt es beim Julius-Kühn-Institut. Dass der Pilz nun so häufig auftritt, liegt laut Experten am extrem trockenen und heißen Sommer 2018, der die Bäume geschwächt hat. An den betroffenen Bäumen bilden sich schwarze Punkte – so, als würde Ruß austreten. Das Holz wird spröde, innerhalb weniger Wochen sterben die Bäume ab. Dadurch können Äste abbrechen oder sogar ganze Bäume umstürzen.

Gefährlich sind die Pilzsporen auch für den Menschen: Atmet man sie ein, können sie eine allergisch bedingte Entzündung der Lungenbläschen auslösen. Die Folge äußert sich mit Reizhusten, Fieber, Atemnot und Schüttelfrost. Die Beschwerden können innerhalb von etwa sechs bis acht Stunden nach dem Kontakt mit den Sporen auftreten sowie mehrere Stunden, in Einzelfällen auch Tage oder Wochen, anhalten. Beim Fällen müssen Arbeiter deshalb Schutzanzüge tragen.