Kanalsanierung

Baustopp nach Munitionsfund in Bonn

Arbeiten an den Lärmschutzwänden entlang der Autobahn 3 werden in den kommenden Tagen im Auftrag des Landesbetriebs erledigt.

Symbolbild.

Nordstadt. Nach dem Fund von Kampfmitteln auf einer Baustelle in der Obernierstraße hat sich die Stadt Bonn dazu entschlossen, die Kanalsanierung erst einmal abzubrechen.

Munition und Sprengmittel aus dem Zweiten Weltkrieg bringen eine Kanalbaustelle in der Obernierstraße durcheinander. Weil diese Kampfmittel dort gefunden wurden, kann in diesem Jahr dort nicht mehr weitergearbeitet werden. „Die Straße wird provisorisch wieder in einen verkehrssicheren Zustand versetzt“, teilt Bonns Vizesprecher Marc Hoffmann mit.

Nach dem ersten Baustillstand kam eine Fachfirma für Kampfmittelräumung. Ein Experte begleitete dann die weiteren Ausschachtungen. „Kurzzeitig konnten die Arbeiten wieder aufgenommen werden, aber nach erneuten Funden kam es zu weiteren Unterbrechungen“, sagt Hoffmann.

Da nicht auszuschließen sei, dass die Arbeiter im weiteren Verlauf auf Munition und andere Kriegsrelikte stoßen, hat sich das Tiefbauamt entschlossen, bis zum Jahresende dort alles ruhen zu lassen. Auf Grundlage der neuen Erkenntnisse werden die Arbeiten neu vergeben, damit nicht alles uferlos teuer wird.