Ausbau der Bahnstrecke

Baustelle der S13 zwischen Troisdorf und Oberkassel wird wie geplant fortgesetzt

Die Linie S13 am Köln-Bonner Flughafen.

Die Linie S13 am Köln-Bonner Flughafen.

Bonn/Region. Die Bundestagsabgeordnete Katja Dörner befürchtet, dass das Nahverkehrsprojekt S13 scheitert. Bauarbeiten auf der Rheinschiene könnte durch eine Nutzung als Ausweichstrecke stark verzögert werden.

Die Bauarbeiten für die Verlängerung der Schnellbahnlinie 13 von Troisdorf nach Oberkassel werden aller Voraussicht nach bis 2022 wie geplant fortgesetzt. Das geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Bonner Bundestagsabgeordneten Katja Dörner (Die Grünen) hervor. Ob die rechtsrheinische Trasse danach aber als Ausweichstrecke für die ab 2019 geplante Sanierung der Strecke Hannover-Würzburg benötigt wird, kann laut Verkehrsministerium derzeit nicht beantwortet werden. Vor etwa zwei Wochen sickerte die Nachricht von einer möglichen Bauzeitverlängerung durch.

Sollte die Rheinschiene als Ausweichstrecke ausgesucht werden, würde das laut Deutscher Bahn eine Verzögerung der S13-Bauarbeiten um etwa drei Jahre zur Folge haben. Will heißen: 16 statt 13 Jahre Bauzeit, Fertigstellung 2031 statt 2028.

„Die lapidare und ausweichende Antwort ist besorgniserregend. Ganz offensichtlich werden damit die Befürchtungen in der Region bestätigt. Ein langsames Sterben des wichtigen Nahverkehrsprojekts S13 durch die Hintertür ist zu befürchten“, erklärte Dörner am Freitag.

Besonders ärgerlich sei, dass die Bundesregierung offensichtlich nichts dagegen unternehmen will, so Dörner weiter. „So bleibt Nordrhein-Westfalen weiterhin Stauland Nummer 1 in Deutschland. Die Bundesregierung muss dieses falsche Spiel der Bahn mit einer klaren Ansage unverzüglich beenden“, forderte die Grüne.