Trotz Widerstand durch Bürgerinitiativen

Badneubau in Dottendorf rückt näher

Bonn. Die Pläne der Stadt Bonn und der Stadtwerke für den derzeit auf 60 Millionen Euro kalkulierten Neubau eines Schwimmbads in Dottendorf haben eine weitere Hürde genommen.

Der Haupt- und der Sportausschuss haben am Donnerstagabend in einer gemeinsamen Sitzung einer entsprechenden Vorlage der Verwaltung mit Mehrheit gegen SPD, Sozialliberalen, Linksfraktion und BBB als Empfehlung an den Rat zugestimmt. Allerdings unter Vorbehalt der Zustimmung des Finanzamts.

Hintergrund: Die SWB wollen die Verluste des Badbetriebs in Höhe von prognostizierten drei Millionen Euro mit ihren Energiegewinnen verrechnen und daraus Steuervorteile heben. Dem Steuermodell muss das Finanzamt noch zustimmen.

SWB-Vorstandschef Peter Weckenbrock rechnet damit, das ein entsprechendes Schreiben des Finanzamts bis zur entscheidenden Ratssitzung am 14. Dezember vorliegen wird. „Den Kostenbescheid hat uns das Finanzamt jedenfalls schon zugeschickt“, teilte er mit.

Der Standort von oben: Je nach Variante des neuen Zentralbads wird unterschiedlich viel Platz benötigt. Rechts im Bild der Kunstrasenplatz und dahinter das Stadion der Bezirkssportanlage Wasserland, links mit Schornstein das Heizkraftwerk Süd.

Der Standort von oben: Je nach Variante des neuen Zentralbads wird unterschiedlich viel Platz benötigt. Rechts im Bild der Kunstrasenplatz und dahinter das Stadion der Bezirkssportanlage Wasserland, links mit Schornstein das Heizkraftwerk Süd.

Der Beschluss beinhaltet die Aufgabe des Frankenbads und des bereits geschlossenen Kurfürstenbads. Dagegen wehren sich Bürgerinitiativen, die ein Bürgerbegehren starten wollen, sollte der Rat nächste Woche den Neubau erwartungsgemäß beschließen.