Viva Viktoria

Bürgerinitiative attackiert Signa-Holding

Das Viktoriakarree von oben.

Das Viktoriakarree von oben.

Bonn. Die Bürgerinitiative Viva Viktoria macht weiter Front gegen das Vorgehen der Signa-Holding im Viktoriakarree. Sie hat nach eigenen Angaben 1260 Unterschriften gegen Leerstände in den Ladenlokalen gesammelt, die jetzt an die Stadtverwaltung übergeben worden sind.

Viva Viktoria fordert von der Stadtverwaltung, bei der Signa auf ein Ende der „schädlichen Leerstands-Politik“ im Quartier zu dringen. Allerdings kann eine Behörde einen Privateigentümer nicht zwingen, seine Gewerbeflächen zu vermieten. Aktueller Anlass der Aufregung: Signa will offenbar befristete und kurzfristige Verträge von etlichen Ladenmietern nicht verlängern. Unternehmenssprecher Robert Leingruber hatte dazu vor einem Monat nur erklärt, dass Signa „die Situation neu bewertet und Gespräche führt“.

Der Holding des Österreichers René Benko gehören im Karree die Häuser Franziskusstraße 17 und 19, Belderberg 28 und 30, Stockenstraße 1-5 sowie Rathausgasse 6, 8 und 10. Die Initiative hatte die Signa-Pläne für ein Einkaufszentrum und eine Universitätsbibliothek 2015 mit einem Bürgerbegehren gestoppt. Der Stadtrat beschloss eine „Bürgerwerkstatt“, in der – wohl ab Herbst – über die Zukunft des Viertels diskutiert werden soll. Die Stadt hat von der Signa im Karree Wohnungen gemietet, um Flüchtlinge unterzubringen.